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Abu Dhabi am Freitag: Duell Vettel vs. Hamilton

Sebastian Vettel fährt am ersten Tag in Abu Dhabi Bestzeit vor dem starken McLaren-Duo, aber die Experten fragen sich: Wie leicht war Alonso am Ende?

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel (Red Bull) ist auf dem besten Weg, nach vier Siegen hintereinander auch beim Grand Prix von Abu Dhabi alles richtig zu machen und im WM-Kampf gegen Fernando Alonso (Ferrari) weiteren Boden zu gewinnen. Zumindest am ersten Trainingstag war der Deutsche bei Tageslicht wie auch bei Nacht schneller als sein spanischer Konkurrent, am Ende sogar relativ deutlich um 0,836 Sekunden.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel hat schon in den Jahren 2009 und 2010 in Abu Dhabi gewonnen Zoom

Wie alle anderen Topfahrer auch hatte Vettel zwar Schwierigkeiten, die weicheren Option-Reifen (Soft) von Pirelli sofort zum Funktionieren zu bringen, doch nach einigen Versuchen löste er diese Aufgabe dann doch am besten und wurde in 1:41.751 Minuten gestoppt. Das bedeutete 0,168 Sekunden Vorsprung auf Lewis Hamilton (McLaren), der in der ersten Hälfte der Session mit den härteren Prime-Reifen (Medium) das höchste Tempo gehen konnte.

"Es ist klar, dass der weichere Reifen der schnellere ist", sagt Vettel über die Schwierigkeit einiger Konkurrenten, bei der Zeitenjagd aufs Tempo zu drücken. "Es ist ein bisschen schwierig, die Runde hier zusammenzukriegen. Ich glaube, das war auch der Grund, warum manche nicht ganz so weit vorne stehen, wie sie vielleicht wollen. Wir kamen aber recht gut zurecht und sind mit dem, was wir heute gemacht haben, ganz zufrieden."

Vettel schätzt McLaren sehr stark ein

"Heute war für uns ein wichtiger Tag", antwortet er auf die Frage, ob er glaubt, dass Red Bull in Abu Dhabi siegfähig sei. "Ich denke, dass McLaren unheimlich stark ist. Sie haben in beiden Trainings einen sehr guten Eindruck hinterlassen - sie sind es, die es an diesem Wochenende zu schlagen gilt. Wir müssen schauen, dass wir uns noch ein bisschen verbessern, wir haben noch ein bisschen Luft. Der Rest wird sich zeigen."

Hinter Jenson Button (McLaren/+0,661) landete Mark Webber (+0,715) auf dem vierten Platz. Beunruhigend aus Red-Bull-Sicht: Zuerst mussten die Mechaniker nach intensivem Funkenschlag im vorderen Bereich den Unterboden genau inspizieren, und nachdem an der Box zu sehen war, dass aus dem KER-System Flüssigkeit ausgelaufen sein dürfte, kam der Australier schon sechs Minuten vor Schluss wieder rein und beendete seinen Arbeitstag früher als alle anderen.


"Wir haben den Fehler noch nicht ganz gefunden, meine Jungs arbeiten noch an der Analyse", so Webber nach Ende der zweiten 90 Minuten des Tages. "Das Setup und die Balance sind ganz okay. Normalerweise habe ich auf solchen Strecken immer gewisse Probleme, aber ich gebe alles in diesen vielen Zweite-Gang-Kurven. Ich gebe einfach mein Bestes, will mich morgen möglichst weit vorne qualifizieren und dann das Rennen am Sonntag genießen."

Alonso Schnellster bei Longrun-Tests

Romain Grosjean (5./+0,749) und Kimi Räikkönen (6./+0,781), der seine Bestzeit sehr spät in der Session erzielte, als die Bedingungen am besten waren, landeten in der gedachten dritten Startreihe, immerhin noch vor Alonso. Aber der WM-Mitfavorit überzeugte bei den Volltank-Tests mit weichen Reifen am Ende der Session mit den besten Zeiten des gesamten Feldes, fuhr im zweiten Sektor als einziger Pilot mehrere Male unter 45 Sekunden.

Lewis Hamilton

Das McLaren-Team war heute erster Verfolger von WM-Favorit Sebastian Vettel Zoom

"Bei den Longruns war Ferrari verflixt schnell", hält Experte Marc Surer fest, schränkt jedoch ein: "Wenn sie vollgetankt waren, waren sie die Schnellsten, aber das wissen wir nicht, denn wir sehen nicht in den Tank rein." Die Zuversicht der Italiener scheint jedenfalls groß zu sein: "Deine Zeiten sind beeindruckend", lobte Renningenieur Rob Smedley via Funk auch Felipe Massa (+1,072), der trotz einer älteren Unterboden-Spezifikation fast gleich schnell war wie sein Teamkollege.

Auch Williams ließ am Ende mit ordentlichen Longrun-Zeiten aufhorchen - vielleicht ein Zeichen dafür, dass die jüngsten Frontflügel-Modifikationen etwas bringen. Pastor Maldonado landete mit 1,247 Sekunden Rückstand auf dem neunten Platz, Bruno Senna wurde mit 1,440 Sekunden Rückstand Elfter - eine passable Leistung, hatte er doch im ersten Training noch zuschauen müssen. Dazwischen im Williams-Sandwich: Sergio Perez (Sauber/+1,355).

Viele kleine Probleme bei Hülkenberg

Nicht besonders gut lief es aus Sicht der restlichen Deutschen: Nico Hülkenberg (Force India/+1,504) wurde trotz zahlreicher kleiner Probleme schon vor der Mittagspause Zwölfter, und Nico Rosberg und Michael Schumacher (beide Mercedes) müssen sich wohl damit abfinden, dass ihr Silberpfeil auch in Abu Dhabi nicht konkurrenzfähig ist. Darauf deuten zumindest die Positionen zwölf beziehungsweise 14 im Freitagstraining hin.


Fotos: Großer Preis von Abu Dhabi, Freitag


Schumacher stand obendrein gleich zweimal unnötig einem Konkurrenten im Weg: im ersten Training seinem Landsmann Timo Glock (Marussia), im zweiten dann Perez. Glock landete heute auf seinem "Stammplatz" zwischen den beiden Caterhams (Witali Petrow trotz Dreher schneller als Heikki Kovalainen) und seinem Teamkollegen Charles Pic, dem er diesmal 82 Tausendstelsekunden abnahm. Pic hatte die erste Session ebenfalls auslassen müssen.

Doch wie sieht das Kräfteverhältnis an der Spitze nun im Renntrimm aus? "Wir hatten einen guten Longrun mit Jenson, Lewis steckte leider im Verkehr fest", analysiert McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. "Sebastian sah ziemlich stark aus. Fernando hatte mit wenig Benzin seine Probleme und fuhr eine merkwürdige Strategie - wahrscheinlich war bei ihm am Ende nicht mehr viel Sprit im Tank. Sieht aber so aus, als hätten sie ihre Hausaufgaben gemacht."

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