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Vettel huldigt Räikkönen: "Weil er keinen 'Bullshit' will"

Im Gegensatz zu anderen Stars hätte sein heutiger Teamkollege ihm Respekt entgegengebracht, als er noch ein Grünschnabel war, sagt Sebastian Vettel

(Motorsport-Total.com) - Freundschaften in der Formel 1 gäbe es nicht, behauptet Radio Fahrerlager. An dieser These mag etwas dran sein - besonders dann, wenn es um Teamkollegen geht. Dass gegenseitiger Respekt aber nicht fehlt, unterstreicht die Beziehung zwischen Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen. Die beiden standen beim Singapur-Grand-Prix am Sonntag erstmals als Ferrari-Stallgefährten auf dem Podium. Ein anderes Gefühl als sonst sei es aber nicht gewesen, sagt der Deutsche: "Ehrliche Antwort: nein."

Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen

Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen strahlen gemeinsam um die Wette Zoom

Der Grund dafür könnte darin liegen, dass es nie eine Rivalität Vettel versus Räikkönen gab. Auch nicht zu den Zeiten, als der Heppenheimer mit Sturmfrisur und dem Charme eines Lausbuben in die Königsklasse kam. "Ich mochte Kimi seit dem ersten Tag in der Formel 1, weil er zu denjenigen zählte, die mir Respekt gezollt haben", lobt Vettel die Kollegialität des Stoikers aus Finnalnd. Keine Selbstverständlichkeit: "Es gab andere, die etwas den Boden unter den Füßen verloren hatten."

Zu dieser Sorte hätte Räikkönen aber nie gezählt, obwohl er sich etwas Hochnäsigkeit durchaus hätte leisten können: "Damals war ich ein Niemand, er schon ein großer Champion", erinnert Vettel daran, dass der sieben Jahre ältere Räikkönen sich seine Lorbeeren schon verdient hatte. Auch eine Rallye-Auszeit, drei Teamwechsel und einen gewachsenen Personenkult habe er an sich abprallen lassen: "Es war toll, dass er einem Achtung entgegengebracht und sich seitdem nicht verändert hat."


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Den Grund für Räikkönens Beliebtheit bei den Fans erkennt Vettel in dem Willen, Motorsport zu betreiben und von Medienrummel sowie PR-Aktivitäten verschont zu bleiben: "Die Leute lieben ihn, weil er keinen 'Bullshit' will, wie er so gerne sagt. Sondern Rennen fahren."

Auch Räikkönen findet lobende Worte für seinen Scuderia-Kompagnon und darin ein Geheimnis sportlichen Erfolges. "Wir werden noch ordentlich miteinander kämpfen, aber wir arbeiten gut zusammen. Das ist das Wichtigste", so Räikkönen. "Sollte der Tag kommen, an dem wir Probleme haben, können wir darüber sprechen und es klären."

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