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"Verstehe ich nicht": Steiner sauer über einseitige Strafen gegen Haas

Günther Steiner hat kein Verständnis für die Strafe gegen Kevin Magnussen in Monza und regt sich immer noch über die "Spiegelei"-Flaggen in dieser Saison auf

(Motorsport-Total.com) - Ist das Haas-Team der Boxsack der FIA? Fast kommt es Günther Steiner so vor, denn sein Team wurde in Monza erneut "Opfer" einer Strafe, die sich der Teamchef nicht erklären kann und für die er kein Verständnis hat. Kevin Magnussen wurde beim Rennen in Italien bestraft, weil er am Start Kurve 2 abgekürzt hatte und nach Ansicht der Kommissare einen Vorteil daraus zog.

Haas-Teamchef Günther Steiner

Günther Steiner steht mit den Kommissaren wieder auf Kriegsfuß Zoom

Magnussen selbst sagt, dass er vorher von Valtteri Bottas getroffen wurde und daher die Kurve auslassen musste. "Aber der Kerl, der Kevin in dieser Situation rausgeschoben hat, bekommt keine Strafe, weil es ein Zwischenfall in der ersten Runde war. Kevin war auch in der ersten Runde, also warum bekommt er eine Strafe?", fragt sich Steiner. "Das verstehe ich nicht."

Die Kommissare hatten bewertet, dass Magnussen nach dem Abkürzen vor Nicholas Latifi wieder auf die Strecke kam, obwohl er zuvor hinter dem Williams lag. Zwar überholte Latifi den Haas im Lauf des Rennens, das wurde von den Kommissaren aber nicht als Zurückgeben der Position gewertet, sondern als echtes Überholmanöver des Kanadiers.

Magnussen verwundert über Strafe

Magnussen kritisiert dabei, dass ihm nie gesagt wurde, dass er die Position zurückgeben soll. "Genau zu wissen, wo du bist, wenn du in Kurve 1 von jemandem rausgedrückt wirst, kann ziemlich schwierig werden", sagt er. "War ich jetzt vor oder hinter demjenigen, als ich getroffen wurde? Das kann schwierig sein. Aber niemand hat irgendetwas gesagt. Also war es für mich okay. Und dann kam die Strafe."

Die wurde aber auch erst ziemlich spät im Rennen ausgesprochen, was Magnussen verwunderte: "Das war seltsam, weil die Strafe weit nach dem Vorfall kam. Ich wusste, dass ich zwei Verwarnungen für Tracklimits hatte, und plötzlich bekomme ich eine Strafe", so der Däne.


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"Ich nahm also an, dass ich die Tracklimits noch einmal missachtet hatte. Ich konnte zwar nicht sehen wo, aber ich habe es hingenommen", sagt er. "Aber dann habe ich erfahren, dass es für den Vorfall in der ersten Kurve war, als ich von Bottas getroffen wurde", hadert er mit den fünf Strafsekunden und dem Strafpunkt (zur Übersicht).

Zwar hatte das sportlich keine großen Auswirkungen, dennoch ist Steiner sauer, dass die Kommissare mal wieder eine Entscheidung gegen sein Team getroffen haben. Schon die beiden "Spiegelei"-Flaggen gegen Magnussen in Kanada und Ungarn stießen dem Südtiroler sauer auf und ärgern ihn noch heute.

"Spiegelei"-Flagge hat nie jemanden interessiert

"Zwölf Jahre lang gab es nie irgendeine schwarz-orangene Flagge, und wir bekommen plötzlich in einem Jahr zwei", wundert er sich. Die schwarze Flagge mit dem orangefarbenen Punkt wird dann gezeigt, wenn ein Fahrer an die Box kommen soll, weil sein Auto in einem unsicheren Zustand ist. In Magnussens Fall war jeweils der Frontflügel beschädigt.

Doch Steiner sagt: "Es bestand nie das Risiko, dass wir Teile am Auto verlieren. Ich weiß nicht, wo sie die Regel wieder ausgegraben haben. Aber jetzt freuen sie sich, dass sie die wieder anwenden können, vor allem gegen uns", so Steiner.


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Ihn ärgert es, dass Haas bei den Vorfällen nicht gefragt, sondern gezwungen wurde, in die Box zu fahren. "Wir würden nie ein Auto draußen lassen, wenn es nicht sicher ist. Das müssen die Leute verstehen. Wir sind nicht so dumm", betont er. "Wenn es nicht sicher ist, sind wir nicht so dumm, es draußen zu lassen."

Zwar weiß Steiner, dass immer etwas passieren kann, "aber wir wissen genau, was los ist. Wir wissen, wie der Frontflügel gebaut ist und dass er nicht wegfliegen kann. Wenn wir denken, dass es gefährlich ist, holen wir ihn selbst rein. Das muss uns niemand sagen. Wir haben mehr qualifizierte Leute, die sagen, ob es sicher ist oder nicht, als die FIA."