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Verstappen nach Funk-Fauxpas: Keine Entschuldigung, aber ...

Update: Nachdem er Lance Stroll einen "behinderten Vollidioten" und "Mongo" geschimpft hat, erklärt sich Max Verstappen nun mit ein paar Tagen Verspätung

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen hat sich für die Verwendung von diskriminierender Sprache unmittelbar nach seinem Trainingscrash mit Lance Stroll beim Grand Prix von Portugal in Portimao entschuldigt. Er sagte: "So etwas passiert im Eifer des Gefechts. Ich habe diese Worte nicht so gemeint", wird der Red-Bull-Pilot von der niederländischen Zeitung 'De Telegraaf' zitiert.

Lance Stroll, Max Verstappen

Zwischen Lance Stroll und Max Verstappen ist wieder alles gut Zoom

Verstappen hatte nach der Kollision mit Stroll am Boxenfunk getobt: "Ist dieser verdammte Kerl blind? Was zur Hölle stimmt nicht mit dem? Jesus! Was für ein behinderter Vollidiot [im englischen Original: "retard"]. Mein Auto ist beschädigt. Was für ein Mongo ["mongol"], ich schwöre es euch!"

Das wurde natürlich, wenn auch teilweise überpiepst, im internationalen TV-Signal ausgestrahlt - und sorgte in den sozialen Netzwerken für heftige Diskussionen. Vor allem, weil es Verstappen in den ersten TV-Interviews nach Trainingsende nicht für nötig hielt, sich zu entschuldigen. "Nicht mein Problem", wimmelte er eine entsprechende Frage ab.

Verstappen zeigt sich einsichtig

Jetzt zeigt er sich einsichtig: "Ich war zu dem Zeitpunkt ein bisschen wütend und enttäuscht", sagt der 23-Jährige. "Wir leben heutzutage in einer Welt, in der alles ein bisschen übersensibel ist. Aber ich habe schon kurz nach dem Zwischenfall wieder ganz normal mit Lance geredet."

"Ich bin direkt zu ihm hingegangen. So machen wir Rennfahrer das. Man kann wütend auf jemanden sein, aber fünf Minuten später sprechen wir darüber, schauen uns in die Augen und dann ist es vergessen. Da ist nichts hängen geblieben."

Verstappens Reaktion auf den Crash war auch eines der zentralen Themen in der aktuellen Ausgabe des Formel-1-Podcasts 'Starting Grid' mit Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll ("Formel 1 inside mit Christian Nimmervoll" auf Facebook folgen!). Fazit: Auch wenn die Wortwahl diskriminierend und indiskutabel war - man muss vor einer Verurteilung des Fahrers auch den Kontext bedenken.

So erklärt Verstappen seinen Funk-Ausraster

Noch einmal angesprochen auf seinen Funk-Fauxpas von Portimao sagte Verstappen in der Pressekonferenz von Imola: "Zunächst einmal möchte ich betonen: Es war nicht meine Absicht, damit jemanden zu beleidigen. Das hatte ich nie vor. Es ist einfach im Eifer des Gefechts passiert."


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"Wenn du mit solchen Geschwindigkeiten unterwegs bist, dann passiert so was schon mal. Ich sage nicht, dass meine Wortwahl richtig war. Ich weiß schon, dass sie das nicht war. Ich wollte aber niemanden beleidigen."

Und er übt auch Kritik: "Manchmal werden die Dinge von außen aufgebauscht. Ich wollte niemand Bestimmtes verletzen. Man muss es also auch nicht größer machen, als es eigentlich ist. Ich weiß, es war nicht korrekt. Ich kann es jetzt aber nicht mehr ändern, sondern nur daraus lernen. Und dann machen wir es besser."

('Starting Grid' nach dem Grand Prix von Portugal jetzt in unserem Audioplayer hören!)

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