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  • 27.07.2001 · 15:53

  • von Marcus Kollmann

Verhaltener Auftakt für Trulli und Zonta

Am Freitag mussten sich die Gelben mit den Plätzen 9 und 13 begnügen, Rätsel geben dem Team momentan die Reifen auf

(Motorsport-Total.com) - Das Jordan-Team erlebte heute mit dem Freien Training einen verhaltenen Start in das Rennwochenende zum Großen Preis von Deutschland. Nach 34 Runden belegte Jarno Trulli mit seiner besten Zeit von 1:42.941, rund 1,5 Sekunden langsamer als die Tagesbestzeit von Eddie Irvine, Platz neun. Ricardo Zonta, ab sofort Ersatzmann für den kurzfristig gefeuerten Heinz-Harald Frentzen, kam mit seiner Zeit von 1:43.461 Minuten auf Rang dreizehn.

Ricardo Zonta (Jordan-Honda)

Ricardo Zonta hatte am Freitag noch ein paar Anpassungsprobleme

"Heute haben wir an der Rennabstimmung gearbeitet", sagte Jarno Trulli. "Wir haben uns hauptsächlich auf das Finden einer guten Balance für Sonntag konzentriert und die beiden Reifentypen miteinander vergleichen. In der zweiten Session hatte ich ein kleines Problem mit den Bremsen, ansonsten lief alles gut", so der Italiener über seinen Start ins Rennwochenende.

"Ich habe heute Morgen sehr auf die Bremsen aufgepasst, denn wir dachten, dass da potenzieller Weise ein kleines Problem auftreten könnte", erklärte Ricardo Zonta. "Als ich einen neuen Reifensatz später im ersten Training probierte, fand ich, dass ich zu früh bremse. Der Grip war jedoch sehr gut und meine zweite Runde war schneller, jedoch denke ich, dass ich noch etwas schneller hätte fahren können. Wir haben dann einige Veränderungen am Auto vorgenommen, bevor wir einen weiteren neuen Reifensatz probiert haben. Darüber hinaus haben wir andere Sachen ausprobiert und ich habe etwas über das Set Up gelernt. Es war ein guter Tag, denn wir haben Fortschritte gemacht und ich freue mich natürlich wieder im Auto zu sitzen. Dreizehnter ist nicht so gut, zum Glück ist das aber heute nicht so wichtig, wenngleich wir ein wenig besser hätten sein können."

"Wie üblich, so haben wir uns heute auf die Rennabstimmung mit viel Benzin an Bord konzentriert und die harten und weichen Reifen intensiv geprüft", fasste Chefingenieur Tim Holloway zusammen.

Holloway weiter: "Heute war es sehr heiß und im Rennen wird es wahrscheinlich auch ähnliche Temperaturen haben, weshalb es heute wichtig war, so viele Informationen wie möglich zu sammeln. Wir haben ja vor Hockenheim keine Tests durchgeführt. Für alle Teams ist die Situation aber gleich, denn die Reifen und Bremsen werden das Rennen mitentscheiden. Ein Bremsproblem hat Jarno in der zweiten Trainingsstunde etwas Zeit gekostet, jedoch lief es davon einmal abgesehen gut. Ich denke, dass wir die Richtung, in welche wir gehen müssen, jetzt kennen. Wir benötigen nun ein wenig Zeit, um unsere Erkenntnisse auszuwerten, denn die beiden Reifenmischungen unterscheiden sich nur wenig."