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Vergne: Kein Neid (mehr) in Richtung Ricciardo

Während Daniel Ricciardo den Aufstieg von Toro Rosso zu Red Bull schaffte, schaute Jean-Eric Vergne in die Röhre: Nach anfänglichem Frust hat er sich damit abgefunden

(Motorsport-Total.com) - Jean-Eric Vergne bestreitet aktuell seine dritte Formel-1-Saison als Stammfahrer. Bestes Ergebnis bei seinen bisher 49 Grand-Prix-Starts war Platz sechs in Montreal 2013. Während der Franzose nach wie vor für Toro Rosso fährt, sitzt dessen ehemaliger Teamkollege Daniel Ricciardo, der den Aufstieg zum Stammfahrer dank HRT ein halbes Jahr vor Vergne schaffte, inzwischen im Red Bull.

Daniel Ricciardo, Jean-Eric Vergne, Jules Bianchi

Riccardo fährt seit Saisonbeginn für Red Bull, Vergne weiter für Toro Rosso Zoom

Ricciardo hat mittlerweile 60 Grand-Prix-Starts auf dem Konto und stand dabei viermal auf dem Podest. In Montreal 2014 feierte er seinen ersten Sieg. Wie denkt Vergne heute über die Entscheidung der Red-Bull-Bosse, bei der Vergabe des zum Saisonende 2013 freigewordenen Cockpits von Mark Webber Ricciardo heranzuziehen und ihn selbst im Toro-Rosso-Team zu belassen?

"Um es angemessen zu sagen: Das vergangene Jahr war extrem schwierig für mich. Ich dachte, ich mache einen guten Job und Red Bull traf dann die Entscheidung, ihn zu nehmen", erinnert sich Vergne gegenüber 'ServusTV' an den Spätsommer 2013, als Ricciardo trotz über weite Strecken vergleichbarer Leistungen als Sieger des Toro-Rosso-Teamduells auserkoren wurde und den Zuschlag für das Red-Bull-Cockpit erhielt.

Vergne gesteht: "War schon ein bisschen down"

Daniel Ricciardo, Jean-Eric Vergne

Bei Toro Rosso bewegten sich Vergne und Ricciardo auf vergleichbarem Niveau Zoom

Das Weltmeisterteam aus Milton Keynes gab die Verpflichtung des Australiers am Montag vor dem Grand Prix von Italien bekannt. Zum damaligen Zeitpunkt führte Vergne das Toro-Rosso-Teamduell nach WM-Punkten knapp mit 13:12 an. Im Qualifying-Duell allerdings stand es 7:4 für Ricciardo. Nicht zuletzt deshalb entschieden Christian Horner, Helmut Marko und Co., den Australier neben Weltmeister Sebastian Vettel zu platzieren.

"Ich war da schon ein bisschen down und kam gegen Ende der Saison auch nicht wieder richtig zurück. Ich brauchte die Pause im Winter, um wirklich zu verstehen, warum sie ihn genommen haben", gesteht Vergne offen. Inzwischen ist der Franzose über den anfänglichen Frust hinweg, hat "so ziemlich alles in meinem Umfeld geändert" und sieht sich nach zehn von 19 Rennen der Saison 2014 als "besserer Fahrer". Dabei bezieht er sich nicht auf den Vergleich mit Ricciardo, sondern auf seine eigene Entwicklung.

Ricciardos Weg als Vorbild

Daniel Ricciardo

Beim Kanada-Grand-Prix in Montreal feierte Ricciardo seinen ersten Sieg Zoom

"Wenn ich mir die Ergebnisse von Daniel anschaue, dann freue ich mich für ihn", spricht Vergne auf den starken Einstand Ricciardos im Weltmeisterteam an. Entgegen der überwiegenden Erwartungshaltung im Vorfeld hat der Australier den viermaligen und amtierenden Champion Vettel im Griff, liegt sowohl nach WM-Punkten (106:82) als auch im Qualifying-Duell (7:3) klar vorn.

"Das zeigt, dass ich dasselbe hätte schaffen können", meint der französische Toro-Rosso-Pilot und präzisiert: "Ich will nicht sagen, dass ich besser oder schlechter gewesen wäre, aber es zeigt mir, dass ich noch ein bisschen mehr Geduld haben muss. Das Potenzial ist da. Ich muss jetzt nur hart arbeiten bis ich ein gutes Auto bekomme."

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