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  • 14.03.2015 · 15:44

  • von Lawrence Barretto (Haymarket)

Van-der-Garde-Posse sorgt auch auf der Strecke für Probleme

Der Fall Giedo van der Garde geht an den Fahrern des Teams nicht spurlos vorbei - Dennoch sicherte sich Nasr in prekärer Situation Startplatz elf

(Motorsport-Total.com) - Für Felipe Nasr war es hart, sich inmitten der Auseinandersetzung "zusammenzureißen", die mit dem Rechtsstreit Saubers und Giedo van der Gardes aufkam. Der Niederländer hatte zwei gerichtliche Auseinandersetzungen in der Schweiz und Australien gewonnen, die seinen Anspruch auf ein Stammcockpit bei Sauber für die Saison 2015 bestätigten.

Felipe Nasr

Felipe Nasr befindet sich lieber auf der Strecke als im Rechtsstreit Zoom

Am Samstagmorgen gab van der Garde seinen Rechtsanspruch auf, tags darauf beim Grand Prix von Australien zu fahren. Zuvor hatten er und das Schweizer Team eine Übereinkunft getroffen, mittels Gesprächen in der kommenden Woche eine Einigung zu erzielen.

Damit wurde der Weg für Nasr und Marcus Ericsson frei, für das Team in Melbourne anzutreten. Dabei beeindruckte Nasr, der bei seinem Debüt mit Position elf den Einzug in Q3 nur knapp verpasste. Bezüglich der Querelen im Hintergrund meint er: "Wir hätten mehr Leistung aus dem Auto rausholen können, aber wenn ich mir die Situation anschaue, war es eine große Aufgabe für alle, ihren Job zu erledigen. Ich bin sehr zufrieden."


Großer Preis von Australien

"Für mich war es eine riesige Aufgabe, mich zusammenzureißen, um das Auto zu qualifizieren, denn wir wussten nicht, was passieren würde. Ich habe versucht, genauso stark wie immer zu sein und einfach zu fahren. Es war nicht ideal, zu meinem ersten Grand-Prix-Wochenende zu kommen und das alles mitmachen zu müssen. Das ergibt einfach keinen Sinn", beklagt der Brasilianer.

Monisha Kaltenborn

Monisha Kaltenborn hofft auf eine Einigung mit Giedo van der Garde Zoom

"Aber alles in allem muss ich zufrieden sein. Nur eine Zehntelsekunde hat gefehlt, um uns in Q3 zu bringen." Teamchefin Monisha Kaltenborn ergänzt, dass Nasrs starke Qualifying-Leistung eine Erleichterung war: "Gestern war die Situation sehr angespannt", erzählt sie: "Aber ich bin wirklich erleichtert, dass beide Parteien gut zusammengearbeitet haben, um eine Lösung zu finden. Das ist das Wichtigste."

Für Marcus Ericsson gestaltete sich die Qualifikation schwieriger. Der Schwede geht von Position 16 ins Rennen. In Anbetracht der Situation sei er glücklich, wieder im Auto zu sitzen. "Es ist schön zu fahren, denn dafür sind wir hier", konstatiert der 24-Jährige.