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  • 14.02.2017 · 08:57

  • von Norman Fischer & Dominik Sharaf

Valtteri Bottas betont: Toto Wolff "Boss und Freund zugleich"

Der neue Mercedes-Pilot Valtteri Bottas erklärt, wie sich das Verhältnis zwischen ihm und Ex-Manager Toto Wolff ändern wird: Er wird Boss werden und Freund bleiben

(Motorsport-Total.com) - Ab 2017 wird das Verhältnis zwischen Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff und Valtteri Bottas ein völlig anderes sein. Der Österreicher zeichnete sich jahrelang für das Management des ehemaligen Williams-Piloten verantwortlich, doch seit das Team den Finnen als Nachfolger von Nico Rosberg zu Mercedes lotste, muss die Aufgabe ruhen, damit es keinen Interessenskonflikt gibt.

Valtteri Bottas

Valtteri Bottas und Toto Wolff: Wie wirkt sich das Arbeitsverhältnis aus? Zoom

"Natürlich spielt er im Team eine große Rolle, da kann er nicht gleichzeitig mein Manager sein", betont Bottas über Wolff und die neue Zusammenarbeit. Wolff hatte seit der Verpflichtung immer wieder unterstrichen, dass der Entschluss zur Trennung schon seit seinem Amtsantritt bei Mercedes klar war, sollte einmal ein von ihm gemanagter Pilot im Team unterwegs sein.

Für Bottas beginnt damit eine völlig neue Situation, nachdem er schon von Beginn seiner Motorsportkarriere an von Wolff sowie dessen Partner Mika Häkkinen und Didier Coton gefördert wurde. Man konnte dem Finnen einen Testfahrerjob bei Williams besorgen, wo Wolff bis vor kurzem einer der Teilhaber war. Dort reifte er schließlich zum Stammfahrer und Anführer, doch jetzt wartet eine neue Situation auf ihn.


Valtteri Bottas in Stuttgart

"Der Mercedes-Vertrag war der erste Deal, den ich selbst gemacht habe", sagt Bottas, dessen Management schließlich schlecht selbst mit Wolff und Mercedes verhandeln konnte. Wie es beim Verhältnis zwischen ihm und Wolff weitergeht, nachdem dieser nun sein Chef ist, bleibt abzuwarten, doch der Finne sagt, dass man Berufliches und Privates gut trennen können wird: "Er ist weiterhin ein guter Freund von mir, aber auch gleichzeitig der Boss."

"Er hat eine der größten denkbaren Führungsrollen. Deshalb ist das Verhältnis auch sehr professionell. Ich habe großen Respekt vor dem, was er in seiner Karriere erreicht hat", meint der Finne weiter und sieht im Österreicher eine Doppelrolle auf ihn zukommen: "Er ist Boss und Freund zugleich."