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Überhitzungsprobleme: Renault verzichtet auf Update

Weil das neue Update zu Überhitzungssymptomen führte, musste Renault das Update in Singapur schon im ersten Training wieder ausbauen

(Motorsport-Total.com) - Renault hat zwar ein umfangreiches Update zum Grand Prix von Singapur gebracht, doch dass dieses schon nach wenigen Minuten wieder ausgebaut wurde, hätte man im Vorfeld nicht erwartet. "Wir haben das erste Training verloren, weil wir uns entschieden haben, das Problem schnell zu ändern", begründet Witali Petrow. "Sonst wären wir nicht rechtzeitig vor dem zweiten Training fertig geworden."

Witali Petrow

Das Renault-Team fährt in Singapur doch mit der Standard-Spezifikation

"Der Motor hat überhitzt", erklärt er. "Wir können nicht riskieren, morgen damit zu fahren, weil zu wenig Zeit ist." Auch Teamchef Eric Boullier bestätigt: "Wir hatten Überhitzungsprobleme. Es liegt weniger am Upgrade selbst, sondern es hat mehr mit der Wasserzufuhr und den Kühlern zu tun. Es war drinnen etwas Mechanisches. Du kannst ja nicht testen, also wollten wir das Risiko nicht eingehen, im zweiten Training damit zu fahren. Daher haben wir uns doch für das Standardpaket entschieden."

¿pbvin|512|4103||0|1pb¿Das bleibt nun auch für den Rest des Wochenendes drauf, soll aber ab Suzuka "ein paar Zehntel" bringen, wie Boullier hofft. Petrow glaubt das auch: "Ich glaube nicht, dass wir hier superschnell sein werden, aber in Suzuka vielleicht schon. Man weiß nie. Wir müssen erst analysieren, was wir ausprobiert haben. Morgen werden wir sehen."

Das erste Training zu verlieren, sei "auf dieser Strecke eine kleine Katastrophe", ärgert er sich dennoch über den notwendig gewordenen Umbau im ersten Training, "weil man hier viel Zeit findet, wenn man einfach fährt und lernt". Und: "Ich habe damit gerechnet, dass wir hier nicht schnell sein werden, denn jeder weiß, dass wir in schnellen Kurven gut sind, aber in langsamen weniger. Das habe ich gewusst, aber wir haben dennoch gehofft. Vielleicht finden wir durch das Setup noch Verbesserungen."


Fotos: Renault, Großer Preis von Singapur, Freitag


Boullier nickt zustimmend: "Wir wissen, dass wir auf langsamen Strecken Probleme haben, daher ist uns klar, dass es hier nicht einfach wird. James (Allison, Technischer Direktor; Anm. d. Red.) hat uns diesbezüglich vorgewarnt. In Japan und Südkorea wird es besser sein, das wissen wir."

Auf die Frage, ob trotz des pessimistischen Ausblicks auch an diesem Wochenende Punkte möglich sein könnten, grinst Boullier nur: "Vielleicht hilft uns ja das Safety-Car!" Eine Anspielung auf die Renault-"Crashgate"-Affäre von 2008. Mit ernsterem Ton fügt er noch an: "Auf dieser Strecke gibt es wirklich viele Zwischenfälle, da weiß man nie. Aber wird werden nicht sonderlich konkurrenzfähig sein."

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