powered by Motorsport.com
Startseite Menü

Turbulenter Trainingsabschluss - Rosberg Schnellster

Nico Rosberg erzielte bei Sonnenschein am Samstagmorgen Bestzeit vor Räikkönen und Hamilton - Toro Rosso vor dem Qualifying mit Arbeit

(Motorsport-Total.com) - Nach dem so trüben Trainingsfreitag herrschten heute Morgen vor dem Qualifying wesentlich bessere Bedingungen in Montréal: Bei nur wenigen Wolken am Himmel und Temperaturen von bis zu 25 Grad wurde im dritten Freien Training recht viel gefahren, weil die 60 Minuten für die Teams die letzte Gelegenheit waren, noch einmal Daten für das Setup und vor allem die Reifenwahl zu sammeln.

Nico Rosberg

Nico Rosberg sicherte sich im dritten Freien Training in Kanada die Bestzeit Zoom

Schnellster war überraschend Nico Rosberg (Williams-Toyota/16 Runden) mit einer Bestzeit von 1:16.555 Minuten. Allerdings darf man dem nicht allzu viel Bedeutung beimessen, weil die traditionellerweise besten Runs am Ende wegen einer Unterbrechung und einer Gelbphase kollektiv ins Wasser fielen. Dadurch hatte keines der Teams wirklich Gelegenheit, mit den Bridgestone-Supersofts mal die Grenzen auszuloten.#w1#

Viel Arbeit für Toro Rosso

Auslöser dafür waren die beiden Toro-Rosso-Ferraris: 21 Minuten vor Schluss krachte Sebastian Vettel (10./+ 0,530/16 Runden) ausgangs Kurve acht in die Mauer und produzierte Schrott, ganz zum Schluss kamen wegen eines Mauerkusses von Sébastien Bourdais (12./+ 0,727/17 Runden) noch einmal gelbe Flaggen raus. Für die Mechaniker des Teams aus Faenza bedeutet das vor dem Qualifying viel Arbeit, denn Ersatzautos sind ja inzwischen verboten.

Vettel hatte übrigens kein Problem damit, den Crash auf seine eigene Kappe zu nehmen: "Das war mein Fehler", sagte er - und fügte an: "Mir geht es gut." Der einzige Fahrer mit einem Missgeschick war er ohnehin nicht, aber die meisten Kollegen hatten eben das Glück, dass ihnen bei ihren Ausritten keine Mauer im Weg stand. Riesendusel hatte zum Beispiel Nelson Piquet Jr. (8./+ 0,505/19 Runden), als er sich ganz zum Schluss nur um Millimeter an der "Wall of Champions" vorbeidrehte.

Die Aussagekraft der Zeitentabelle war wegen der Zwischenfälle natürlich begrenzt, aber Zweiter wurde Kimi Räikkönen (Ferrari/+ 0,034/22 Runden) vor Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/+ 0,170/17 Runden), Felipe Massa (Ferrari/+ 0,232/19 Runden), Kazuki Nakajima (Williams-Toyota/+ 0,343/16 Runden) und Jarno Trulli (Toyota/+ 0,391/20 Runden). Interessant: Die Top 13 (!) lagen innerhalb von 0,8 Sekunden!

Kubica und Heidfeld ohne schnellen Run

Robert Kubica

Das BMW Sauber F1 Team deckte seine Karten heute Morgen nicht auf Zoom

Nicht so weit vorne wie gestern tauchte das BMW Sauber F1 Team auf, aber das kann auch damit zusammenhängen, dass Robert Kubica (11./+ 0,554/17 Runden) und Nick Heidfeld (18./+ 1,211/17 Runden) ihre schnellen Runs meistens erst am Ende des dritten Freien Trainings fahren. Timo Glock (Toyota/+ 1,002/20 Runden) wurde 15., Adrian Sutil (Force-India-Ferrari/+ 1,869/21 Runden) nach einem Dreher ganz am Ende Letzter.

Die Strecke war wesentlich griffiger als gestern und wegen der höheren Temperaturen funktionierten auch die weicheren Reifen um einiges besser. Allerdings scheint der Asphalt über Nacht an einigen Stellen aufgebrochen zu sein, was für das Rennen natürlich wieder einige Sorgenfalten bei den Veranstaltern bedeuten könnte. Darüber hinaus lag von den Rahmenevents etwas Öl auf der Strecke, das die Marshalls jedoch sauber abgebunden hatten.