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  • 16.04.2011 · 05:10

  • von Christian Nimmervoll & Dieter Rencken

Trotz Kursverlusten: Wolff glücklich über IPO

Williams hat an der Börse schon 70 Millionen Euro an Wert verloren, doch Toto Wolff ist über den IPO dennoch glücklich und will weitere Anteile kaufen

(Motorsport-Total.com) - Seit der Emission am 2. März hat die Williams-Aktie an der Börse Frankfurt fast 30 Prozent an Wert verloren. Zumindest auf dem Papier wurden also rund 70 Millionen Euro vom ursprünglichen Einstufungswert vernichtet. "Die Aktie hat stark gelitten, vor allem wegen des Marktumfelds", bestätigt Großaktionär Christian "Toto" Wolff gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Toto Wolff

Toto Wolff (rechts) hat vor, seine Anteile an Williams weiter zu vergrößern

"Wir waren eine der wenigen Firmen, die das IPO tatsächlich umgesetzt hat", erläutert der Österreicher, der sich im November 2009 beim Formel-1-Team aus Grove eingekauft hat. "Gerade heute Morgen habe ich in der Zeitung gelesen, dass eine der größten Solarfirmen in Europa ihr IPO abgebrochen hat. Ich bin aber sehr glücklich, dass wir das IPO gemacht haben, obwohl wir seither viel an Wert verloren haben."

Wolff hielt zunächst zehn Prozent an Williams, hat seinen Anteil im Zuge des Börsengangs aber auf inzwischen rund 16 Prozent ausgeweitet. Im Laufe des Jahres will er weitere Aktien dazukaufen und die 20-Prozent-Hürde überschreiten. Von wem, das steht noch nicht fest: "Die Aktien sind an der Börse im Moment billig, daher werde ich mir genau überlegen, ob ich sie an der Börse kaufe oder nicht", erklärt er und empfiehlt aufgrund des derzeit niedrigen Aktienkurses auch anderen Anlegern, jetzt zuzuschlagen und bei Williams einzusteigen.

¿pbvin|512|3596||0|1pb¿Dass die sportliche Krise am Saisonbeginn den Aktienkurs nach unten revidiert hat, glaubt der Geschäftsmann übrigens nicht. Die schlechten Ergebnisse von Melbourne und Sepang seien "vielleicht zu zehn Prozent" für den Wertverlust verantwortlich. Vor allem sieht Wolff das aktuelle Marktumfeld als Ursache an.

Größter Aktionär von Williams Grand Prix Holdings PLC ist derzeit Frank Williams mit 50,3 Prozent der Anteile. 24,39 Prozent notieren an der Frankfurter Börse (davon fünf Prozent unter der Kontrolle von John de Mols Firma Cyrte Investments), rund 16 Prozent werden von Wolffs Firma Marchsixteen Investments kontrolliert. Dazu kommen 5,8 Prozent Anteile von Patrick Head.

Weitere 3,5 Prozent wurden an eine neu gegründete Firma namens WGP Trustees abgetreten. In dieser sind Vorstandschef Adam Parr, Konstrukteur Sam Michael und Betriebsdirektor Alex Burns vertreten. Die Anteile dieser Mitarbeiter sind allerdings an ihre Anstellungsverträge gekoppelt.

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