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  • 23.07.2016 · 13:19

  • von Dominik Sharaf

Track-Limits: Beim vierten Verstoß Durchfahrtsstrafe!

FIA erklärt Handhabe der elektronischen Überwachung der Streckenbegrenzung: "Null-Toleranz-Politik" im Qualifying, mehr Spielraum im Rennen

(Motorsport-Total.com) - Die FIA droht den Formel-1-Piloten mit drastischen Strafen, sollten sie beim Ungarn-Grand-Prix in Budapest die Streckenbegrenzung missachten. In einem am Samstagvormittag veröffentlichten Kommuniqué der Rennleitung heißt es, dass infolge der neuen elektronischen Überwachung der so genannten "Track-Limits" in den Kurven 4 und 11 härtere Sanktionen drohen. Bewegt sich ein Auto im Rennen viermal jenseits der weißen Linie, hat das wohl eine Durchfahrtsstrafe zur Folge.

Charlie Whiting

Keine Chance für Übeltäter: Charlie Whiting will ganz genau hinsehen Zoom

Der betroffene Pilot würde diese kassieren, wenn er nicht "aus Gründen, die sich seinem Einfluss entziehen", aufgefallen wäre, erklärt Rennleiter Charlie Whiting in dem Dokument und verweist die Inhalte des Fahrerbriefings auf dem Hungaroring. Eine Entschuldigung sei zum Beispiel, von einem Konkurrenten bei einem Überholmanöver ins Aus gezwungen worden zu sein.

Zuvor - nach dem dritten Vergehen - erfolge eine letzte Verwarnung in Form der schwarz-weißen Flagge erfolgen. "Ich wollte nicht zu strikt sein, sondern etwas pragmatischer vorgehen. So wird es in anderen Serien ja auch gemacht", erklärt Whiting, warum er und seine Kollegen nicht sofort die Keule auspacken werden und fügt an, warum nur zwei im Zuge der jüngsten Streckenmodernisierung umgebaute Stellen überwacht werden: "Wir denken nicht, dass es in anderen Kurven auch schneller wäre, von der Strecke runterzufahren. In der Schlusskurve etwa ist ein 15 Millimeter hoher Randstein mit Kunstrasen dahinter."

Im Qualifying wird es erneut eine "Null-Toleranz-Politik" geben. Das bedeutet, dass jede Runde gestrichen wird, bei der die Kontaktschleifen anschlagen. "Um sicherzustellen, dass wir keinen falschen Alarm haben, sind die Sensoren so installiert, dass sie Alarm geben, wenn ein Auto rund 20 Zentimeter hinter der weißen Linie fährt", erklärt Whiting. "Das ist kein Bonus. Es ist besser, allen ein kleines bisschen Spielraum zu geben."Grundlage für das harte Durchgreifen sind die Artikel 12.3.1.d. (Qualifying) und 27.4 (Rennen) des Sportlichen Formel-1-Reglements.

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