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Formel 1 Ungarn 2016: Hamilton crasht im Freitagstraining

Vorteil Nico Rosberg: Lewis Hamilton wirft in Budapest seinen Mercedes weg, verliert Trainingszeit - Rückstand von Red Bull und Ferrari größer als zuletzt

(Motorsport-Total.com) - Ein Unfall von Lewis Hamilton (Mercedes) war am Freitag das wohl gravierendste Ereignis beim Grand Prix von Ungarn auf dem Hungaroring (Formel 1 2016 live im Ticker). Die Nachmittags-Bestzeit sicherte sich indes sein Teamkollege Nico Rosberg, 0,595 Sekunden vor Daniel Ricciardo (Red Bull) und 0,913 Sekunden vor Sebastian Vettel (Ferrari).

Lewis Hamilton

Nach Lewis Hamiltons Crash wurde in Ungarn die rote Flagge gezeigt Zoom

"Die Rundenzeiten von Nico Rosberg sind einfach nur beeindruckend", analysiert Formel-1-Experte Marc Surer und meint damit nicht nur die absolute Tagesbestzeit von 1:20.435 Minuten, sondern auch Rosbergs Longrun-Zeiten am Ende der Session. "Im Moment", so Surer, "ist Mercedes ohne Konkurrenz. Nico ist der strahlende Sieger von heute. Alles lief für ihn, er hatte keine Probleme."

Sein Teamkollege (und Erzrivale) hingegen schon. Hamilton (3./+0,912), heute Morgen noch Schnellster (und in FT2 am Ende Fünfter) war gerade unterwegs zu einer weiteren Zeitenverbesserung, als er in einer Rechtskurve auf den Randstein kam und abflog. Die Session wurde unterbrochen, Hamilton konnte aber aus eigener Kraft langsam an die Box zurückfahren. Dort wurde sein F1 W07 Hybrid in seine Einzelteile zerlegt.

Gefahr für das Rennen am Sonntag drohte dabei nicht, denn Hamilton hatte ein Freitags- und kein Renngetriebe eingebaut. Beschädigt wurde die Vorderradaufhängung links. Und weil ein FIA-Sensor beim Einschlag mit zwölf g Alarm ausgelöst hatte, musste der Mercedes-Fahrer zu einem Check ins Medical-Center an der Strecke. Dieses verließ er aber guter Dinge, er winkte den Fans und hatte sich offensichtlich keine nennenswerten Verletzungen zugezogen.

"Ich entschuldige mich bei meiner Crew für die Arbeit, die ich ihnen gemacht habe", nimmt Hamilton den Abflug auf seine Kappe. Trotzdem sieht er für den Rest des Wochenendes keineswegs schwarz: "In den paar Runden, die ich gefahren bin, konnte ich ein gutes Gefühl gewinnen. Das Tempo ist da." Wie auch Rosberg bestätigt: "Ein wirklich beeindruckender Tag für uns. Der neue Asphalt kommt uns offenbar entgegen."

Obwohl Hamilton in der FT2-Wertung Fünfter wurde, behielt er im Freitagsklassement den dritten Platz, eine Tausendstelsekunde vor Vettel. Für Ferrari sieht Surer Außenseiterchancen: "Die fahren konstante Zeiten. Das spricht dafür, dass Ferrari im Rennen zu beachten ist. Denn wir wissen, dass die am Freitag nie die letzte Motorenstufe fahren. Da kommt noch was an Leistung." Aber: "Wer Mercedes hier schlagen will, der muss noch eine Sekunde finden."

Erster Mercedes-Verfolger war am Freitag Red Bull. Ricciardo (2.) hatte 0,740 Sekunden Vorsprung auf Max Verstappen (5.). Die sechs Zehntel Rückstand auf Mercedes "kommen hin", findet er: "Wir sind Zweitbester. Wir wussten aber, dass es mit Ferrari eng wird." Das interne Stallduell hat der Hungaroring-Sieger von 2014 übrigens noch lange nicht gewonnen, denn Verstappen klärt auf: "Der Unterschied ist, dass ich im letzten Sektor einen Fehler gemacht habe."

Bei Ferrari wurde zwischendurch gezittert, ob bei Vettel schon wieder ein Getriebewechsel droht. Darauf deuteten ein Funkspruch und das zwischenzeitlich abmontierte Bodywork hin. Letztendlich bewahrheiteten sich solche Befürchtungen aber nicht. Gewechselt wurde dafür der Honda-Motor von Fernando Alonso, aber McLaren war heute mit den Positionen sieben und acht und weniger als zwei Sekunden Rückstand trotzdem die große Überraschung.

Force India komplettierte die Top 10. Erfreulich aus deutscher Sicht: Nico Hülkenberg (9./+2,014) ließ Sergio Perez diesmal um 0,204 Sekunden hinter sich. Knapp hinter den Top 10 klassierten sich die Fahrer von Haas, Williams und Toro Rosso. Also auch Carlos Sainz (13./+2,254), der sich in Kurve 2 bei gelben Flaggen wegen Felipe Nasr (20./Sauber/+3,551) drehte und wenig später wegen "irgendwas am Heck" selbst in Kurve 1 ausrollte.

Ganz hinten musste Jolyon Palmer (19./Renault/+3,093) wegen technischer Probleme lange zuschauen. Letztendlich gab er die rote Laterne noch an Rio Haryanto (22./Manor/+3,830) ab, diesmal übrigens um 0,273 Sekunden langsamer als Teamkollege Pascal Wehrlein. Der Deutsche war zu Beginn lange hinter Haryanto gelegen, weil er wegen eines Motorwechsels in der Mittagspause erst spät ins Trainingsgeschehen eingreifen konnte.

Für das Qualifying am Samstag ist nun Spannung garantiert. Zwar wäre alles andere als eine Doppel-Pole für Mercedes eine Riesenüberraschung, aber Rosberg wird als Außenseiter auf dieser Strecke hoffen, vom heutigen Trainingsverlauf zu profitieren. Dahinter erwarten die Experten ein spannendes Duell zwischen dem upgedateten Red Bull und dem Ferrari. Und im Mittelfeld geht es in Ungarn sowieso immer extrem eng zu...

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