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Toto Wolff verteidigt Track-Limit-Regel: Will Vollgas sehen!

"Eine Philosophiefrage": Toto Wolff findet, dass die Freigabe der Track-Limits mehr dem Racing-Spirit entspricht als leidige Diskussionen über Zentimeter-Verstöße

(Motorsport-Total.com) - Die Strategiegruppe der Formel 1 hat am Donnerstag in Genf entschieden, dass das heiß diskutierte Thema Track-Limits in Zukunft anders angegangen werden soll. Auf dem Tisch liegt momentan eine fast völlige Freigabe dieses Themas, sodass sich die Fahrer ihre schnellste Linie frei aussuchen können, ohne groß auf weiße Linien achten zu müssen. Die neue Regelung muss aber noch durch Formel-1-Kommission und FIA-Motorsport-Weltrat und wird wohl erst 2017 kommen.

Lewis Hamilton

Das Überfahren der weißen Linien sorgte zuletzt für teils hitzige Diskussionen Zoom

"Wir hatten darüber in der Strategiegruppe eine lange Diskussion", erklärt Mercedes-Sportchef Toto Wolff im Interview mit 'Sky Sports F1'. "Die Sicherheit steht dabei über allem, so muss es auch sein. Wir haben gesagt, dass es für die Zuschauer verwirrend ist, wenn Rundenzeiten gestrichen werden, weil ein Fahrer zwei Zentimeter über die weiße Linie hinausgeschossen ist. Da wollen wir puristisch bleiben."

Andererseits gibt es auch viele Fans, die den Standpunkt vertreten, dass sich die Fahrer an die Track-Limits halten sollten - mit dem Argument: Wenn in Monaco neben der Strecke eine Mauer steht, geht's ja auch. Also müsse man die Track-Limits auch auf Strecken mit asphaltierten Auslaufzonen streng überwachen und gegebenenfalls eben bestrafen.

Aber Wolff verteidigt den Vorschlag der Strategiegruppe, das Thema künftig etwas lockerer zu handhaben: "Ich bin da anderer Ansicht. Ich finde, du wählst die schnellste Linie. Wenn wir ein Problem mit Kiesbetten haben und es sicherer machen wollen, dann stellen wir halt einen hohen Kerb hin und niemand wird mehr die Strecke verlassen", argumentiert er.

"Aber das ist Racing! Es sollte voll gefahren werden, die schnellste Linie, über den Kerb, sodass Funken fliegen, das Auto unruhig wird! Das wollen wir sehen, und nicht Autos, die zwischen weißen Linien fahren und bestraft werden, wenn sie zwei Zentimeter darüber hinaus fahren", so Wolff. "Das ist eine Philosophiefrage. Darüber kann man lange streiten, schätze ich."

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