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Toto Wolff: Sebastian Vettel hat in Mexiko Kredit verspielt

Wegen seiner Schimpftiraden zählt der Mercedes-Sportchef den Deutschen nicht zu den Top-3-Piloten der Saison 2016: "Geht um das Fahrer-Persönlichkeits-Paket"

(Motorsport-Total.com) - Bei Mercedes-Sportchef Toto Wolff scheint Sebastian Vettel mit seinen Schimpftiraden im Rahmen des Mexiko-Grand-Prix Kredit verspielt zu haben. Wie der Österreicher dem 'Figaro' laut 'F1i.com' erklärt, zähle der Ferrari-Star aufgrund seiner Funksprüche für ihn nicht mehr zu den Top-3-Piloten der Saison 2016. Wolff erwähnt seine Schützlinge Lewis Hamilton und Nico Rosberg: "Als Dritten hätte ich noch Vettel genannt, aber nach diesem Rennen entscheide ich mich für Daniel Ricciardo."

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel war für Toto Wolffs Geschmack offenbar zu ungehalten Zoom

Es ginge ihm um die Kombination aus fahrerischem Können und der Persönlichkeit, unterstreicht Wolff und betont, keine Erwartungen an die Schützlinge anderer Teams zu stellen: "Ich würde nicht behaupten, dass Vettel mich enttäuscht hätte. Er ist kein Mercedes-Pilot. Es ist daher auch nicht mein Problem", winkt er ab. Interessant ist die Aussage auch vor dem Hintergrund, dass Vettel bereits für einen Silberpfeil in der Saison 2018 gehandelt wird, wenn sein Ferrari-Vertrag ausläuft.

Für den größten Piloten aller Zeiten hält Wolff Ayrton Senna. Wenig überraschend, wie er selbst einräumt: "Es mag nicht besonders originell, aber er war eben stets mein Liebling", schwärmt Wolff. "Sein Talent war außergewöhnlich gepaart mit seiner Liebe zu diesem Sport und seiner unglaublichen Fähigkeit, sich auf den Job zu konzentrieren. Er hatte sich dem Fahren völlig verschrieben."

Dass ihm nach einer kurzen Karriere in der Formel Ford und in der GT-Szene selbst keine große Laufbahn gelungen ist, quält Wolff indes nicht: "Ich bin nicht der Champion geworden, der ich werden wollte, aber ich bereue nichts", so der 44-Jährige, der sein Geld als Finanzinvestor verdiente.