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  • 09.03.2015 · 12:54

  • von Dominik Sharaf

Toto Wolff glaubt McLaren: "Man kann nichts vertuschen"

Der Mercedes-Motorsportchef ist nach Analyse der GPS-Daten überzeugt, dass es keine Alonso-Verschwörung gibt - Lieber Erholung als sportliche Blamage?

(Motorsport-Total.com) - Verschwörungstheorien bezüglich des Unfalls Fernando Alonsos sind so zahlreich im Umlauf wie Spekulationen über die Formel-1-Hackordnung zum Saisonauftakt. Toto Wolff schenkt beidem wenig Glauben. Der Mercedes-Motorsportchef ist überzeugt, dass McLaren-Honda mit offenen Karten spielt und kommunizierte Informationen der Wahrheit entsprechen: "Es geht nicht, dass man etwas vertuscht", sagt er dem 'ORF' und vertraut dem Automobil-Weltverband: "Die FIA hat ein Auge drauf."

Toto Wolff

Toto Wolff und Mercedes haben genau analysiert, was in Barcelona passiert ist Zoom

Wolff weiter: "Wenn es irgendetwas gegeben hätte, was die Teams wissen müssen, hätte man das mitgeteilt." Die Silberpfeile ergriffen außerdem selbst die Initiative und analysierten die GPS-Daten des Alonso-Autos. Das Ergebnis stützt die Darstellung, die Ron Dennis und Co. in den vergangenen Wochen emsig wiederholten. Der Wagen fuhr mit der gleichen Geschwindigkeit durch die Kurve wie in den Runden zuvor. Er kam ein wenig auf den Kunstrasen sowie den Randstein und flog nach innen ab.

Der lange Aufenthalt im Krankenhaus und die Zwangspause Alonsos bedeuten für Wolff kein Indiz, dass bei dem Crash doch mehr passiert ist als McLaren derzeit einräumen will: "Oft ist es so, dass unspektakuläre Unfälle gesundheitliche Folgen haben", weiß der Österreicher und kann den Verzicht auf den Australien-Grand-Prix nachvollziehen: "Er hat eine Gehirnerschütterung und muss sich jetzt schonen. Es ist klar, dass es nicht ideal ist, um die halbe Welt zu fliegen, wenn du dir so etwas einfängst."

Sehr wohl - wenn auch vorsichtig - spekuliert Wolff allerdings darüber, ob McLaren-Honda es beim Hybrid-Ernstfall der Japaner im Albert Park überhaupt mit dem Rest des Feldes aufnehmen kann. "Anstatt mit einem Auto zu fahren, das im ersten Rennen vielleicht sowieso nicht konkurrenzfähig ist, schaut er in dem Fall vielleicht eher auf die Gesundheit und sagt: 'Das lasse ich jetzt mal aus!'", deutet Wolff an.

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