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Toro-Rosso-Junioren: Berühmte Väter mit ihren Kids zufrieden

Die berühmten Väter von Carlos Sainz jun. und Max Verstappen fiebern in Melbourne mit - Die bisherigen Leistungen der Toro-Rosso-Kids macht die beiden stolz

(Motorsport-Total.com) - Für zwei Rookies beginnt an diesem Wochenende im Albert Park von Melbourne die Formel-1-Realität. Carlos Sainz jun. und Max Verstappen stehen vor ihrem ersten Rennwochenende in der Königsklasse. An der Box von Toro Rosso sind im Hintergrund zwei stolze Väter zu sehen. Jos Verstappen stand in seiner Karriere selbst bei 107 Grands Prix am Start. Carlos Sainz wurde zweimal Rallye-Weltmeister und gewann auch die berühmte Rallye Dakar. Die Renngene wurden erfolgreich weitergegeben.

Die beiden Väter fiebern mit ihren Söhnen mit, was nicht immer ganz einfach ist. "Wenn man selbst fährt, hat man alles unter Kontrolle. Hier kann ich nur zusehen. Ich fahre lieber selbst", gibt Sainz senior bei 'RTL' zu. Und auch Verstappen senior pflichtet bei 'Sky' bei, dass er viel nervöser als sein Filius ist: "Ganz sicher!" Beide Junioren präsentierten sich in den drei Freien Trainings für die Formel 1 bereit. Im Samstagtraining wurde Sainz Neunter und Verstappen Elfter.

"Wir sind sehr zufrieden. Er ist komplett relaxt", sagt Verstappen senior. "Natürlich geht es jetzt mit den Rennen los. Heute fährt er zum ersten Mal das Qualifying, aber er ist ruhig. Wir besprechen zusammen alles. Natürlich muss ich auch etwas Abstand nehmen, was für mich neu ist. Es ist aber kein Problem." Toro Rosso ist die ideale Plattform für junge Nachwuchstalente. Die Vorbereitungen in den Wintermonaten waren optimal.

Schritt für Schritt wurden Sainz und Verstappen an ihre Aufgaben herangeführt. "Max hat im Winter viel im Simulator getestet. Außerdem hat er seinen eigenen Trainer bekommen und er ist fast jeden Tag im Fitnessraum", berichtet Verstappen senior. "Franz Tost ist ein sehr netter Mann und er greift Max richtig unter die Arme. Max fühlt sich im Team wie zuhause." Auch das Schwesternteam Red Bull verfolgt die Entwicklung der beiden Rookies genau.


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Vor genau einem Jahr war Daniil Kwjat in der gleichen Position und fuhr sein erstes Formel-1-Rennwochenende für Toro Rosso. Dass Max Verstappen erst 17 Jahre alt ist, fällt auf der Rennstrecke nicht auf. "In Sachen Fahrzeugbeherrschung fehlt ihm nichts und er liefert gutes Feedback", lobt Kwjat den Youngster. "Er hatte einige Probleme mit der Fahrbarkeit, aber er hatte das gut im Griff. Und ich denke, dass er nur stärker werden kann."

Lob gibt es auch von Red-Bull-Teamchef Christian Horner: "Sie sind zusammengerechnet 37 Jahre alt - das ist wirklich bemerkenswert -, aber sie fahren wie Veteranen. Sie machen den Eindruck, ans Limit zu gehen und sehr gut zu fahren." Das zeigt auch eine interessante Zahl. Max Verstappen fuhr in Melbourne bereits schneller als sein Vater Jos. Dessen Bestzeit in Melbourne stammt mit 1:29.934 Minuten aus dem Jahr 2001 (Arrows). Da sich die Autos völlig unterscheiden, ist es kein direkter Vergleich.