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Toro Rosso: Berger steigt aus

Gerhard Berger hat seinen Anteil an Toro Rosso wieder an Red Bull verkauft - Dietrich Mateschitz: "Bin Gerhard für seinen enormen Input dankbar"

(Motorsport-Total.com) - Der frühere Formel-1-Fahrer Gerhard Berger hat seinen Anteil am Toro-Rosso-Team wieder an Red Bull verkauft. Das hat der österreichische Getränkehersteller heute bekanntgegeben. Die Partnerschaft zwischen dem Rennstall und Bergers Logistik-Unternehmen bleibe aber weiter bestehen. Berger hatte 2006 die Hälfte des Teams, also 50 Prozent, gekauft. Nach seinem Ausstieg gehört Toro Rosso wieder zu 100 Prozent Red Bull.

Gerhard Berger

Gerhard Berger hat seine Anteile an Toro Rosso zurück an Red Bull verkauft Zoom

"Ich bin Gerhard sehr dankbar für seinen enormen Input", sagte Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz zum Ausstieg seines Partners. "Zusammen haben wir Toro Rosso zu einem Team gemacht, das sich ab 2008 regelmäßig in den Top 10 qualifizierte und WM-Punkte sammelte."#w1#

In der vergangenen Saison war Toro Rosso sogar erfolgreicher als das "Mutterteam" Red Bull. Höhepunkt des Jahres war der Sieg von Sebastian Vettel beim Großen Preis von Italien in Monza. Insgesamt sammelte Toro Rosso in der vergangenen Saison 39 Punkte. Damit kam das Team auf Platz sechs der Konstrukteurswertung.

"Ich habe zwar Riesenspaß daran, die Formel 1 zu bestreiten. Aber nur dabei zu sein, das ist nichts für mich." Gerhard Berger

Berger selbst erklärte gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur 'APA', dass er völlig aus dem Team ausscheide. "Ich habe zwar Riesenspaß daran, die Formel 1 zu bestreiten. Aber nur dabei zu sein, das ist nichts für mich", so Berger, der Toro Rosso als gelungenes Projekt bezeichnete. Er fürchtet aber nun, dass das neue Reglement für Toro Rosso kaum Raum für weitere Fortschritte zulässt.

Deshalb sei es ein logischer Prozess gewesen, die Anteile an seinen Freund Mateschitz zurückzverkaufen. "Didis Hauptaugenmerk muss sich mehr auf Red Bull Racing richten", so Berger. "Daher wird die Unterstützung für Toro Rosso nicht mehr in diesem Maße vorhanden sein, um weiter nach oben zu kommen." Unter diesen Umständen sei es schwer, vom sechsten Platz aus noch besser zu werden: "Und zurück gehe ich nicht, das entspricht nicht meinem Naturell."

Vor einigen Monaten schwebte noch ein Fragezeichen über der Zukunft von Toro Rosso. Damals hatte Mateschitz öffentlich überlegt, seine Hälfte des Teams zu verkaufen. Nun gehört es ihm wieder ganz.

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