powered by Motorsport.com
  • 13.10.2014 · 13:33

  • von Dominik Sharaf

Todt & der verweigerte Alonso-Handshake: "Ich umarmte ihn"

Der FIA-Präsident ärgert sich über Behauptungen in den sozialen Medien, er habe den Ferrari-Star wissentlich missachtet: "War ihm noch nie so nahe"

(Motorsport-Total.com) - Die Welt der sozialen Medien treibt mitunter skurrile Blüten: Twitter und Co. schafften es am Sonntag, einen Zwist zwischen Jean Todt und Fernando Alonso herbeizuposten, wo es offenbar gar keine Antipathie gab. Grund für die grassierenden Spekulationen war die Tatsache, dass auf den Fernsehaufnahmen der Solidaritätsbekundung für Jules Bianchi kurz vor dem Start zum Russland-Grand-Prix zu sehen ist, dass der FIA-Präsident dem Ferrari-Piloten nicht die Hand schüttelt.

Jean Todt, Fernando Alonso, Marco Mattiacci

Zwischen Jean Todt und Fernando Alonso ist offenbar alles in Butter Zoom

In der Tat lässt Todt den Spanier aus, als er die Reihe der vor der Ziellinie versammelten Piloten abschreitet. Für allen übrigen 20 Fahrer gibt es hingegen einen kräftigen Händedruck. Der Franzose erklärt die Sache im Gespräch mit 'Autosport': "Vor dem Rennen bin ich in der Startaufstellung von hinten nach vorne gelaufen und hatte schon einige Fahrer begrüßt. Ich umarmte Alonso kurz bevor sie sich aufgestellt haben", sagt Todt und folgert. "Also gab es keinen Grund, ihm die Hand zu schütteln."

Von Streit könne keine Rede sein, betont der Chef des Automobil-Weltverbandes und zeichnet mit Verweis auf den weiter in Lebensgefahr schwebenden Bianchi ein gegenteiliges Bild: "Ich fühlte mich Fernando niemals so nahe wie in diesem Augenblick, als wir an unseren gemeinsamen Freund im Krankenhaus gedacht haben." Dass in den sozialen Medien Spekulationen losgetreten werden, ärgert Todt: "Wenn jemand um sein Leben kämpft, ist es so traurig, wenn Leute einem solche Dinge nachsagen."