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Testauftakt: Ausfallorgie zum Start ins Jahr?

Einige Formel-1-Verantwortliche rechnen mit schlechter Standfestigkeit der neuen Autos beim ersten Test in Jerez - Adrian Sutil: "Lotus im Nachteil"

(Motorsport-Total.com) - In der Formel 1 werden derzeit die neuen Boliden für die Saison 2014 aufgebaut. Am 28. Januar beginnt beim Testauftakt im spanischen Jerez die "neue Turboära" in der Königsklasse. Aufgrund des Wechsels zu den neuen 1,6-Liter-V6-Turbos erwarten einige Beobachter eine mäßige Zuverlässigkeit zu Beginn des Jahres. Die Triebwerke konnten bislang nur auf Prüfständen getestet werden, in Jerez werden sie erstmals im Heck der Formel-1-Autos eingesetzt.

"Wir brauchen diese richtigen Tests, denn man kann nicht alles simulieren", sagt Adrian Sutil im Gespräch mit der Agentur 'Reuters'. Die ersten vier Testtage Ende dieses Monats in Andalusien seien "extrem wichtig", so der Deutsche. "Auf Grundlage dessen muss man also sagen, dass Lotus einen Nachteil haben wird." Das Team aus Enstone hatte vor einigen Tagen erklärt, dass man den Jerez-Test auslassen und erst in Bahrain im Februar mit dem neuen E22 antreten werde.

"Wer weiß, warum sie so entschieden haben? Ich würde sagen, dass es keine gute Entscheidung ist", meint Sutil mit Blick auf die Konkurrenz. Über die Gründe des verspäteten Testbeginns von Lotus kann bislang nur spekuliert werden. Wird der E22 schlichtweg nicht pünktlich fertig? Oder hat man Lösungen gefunden, die man den Mitbewerbern erst möglichst spät offenbaren möchte? Für Sutil spielt dies keine Rolle. Der Sauber-Neuzugang hält den Jerez-Test für wichtig, um Zuverlässigkeitsprobleme aus dem Weg zu räumen.

Von Dramen und Testkilometern

"Vielleicht fahren alle ohne Probleme viele Kilometer - wer weiß das schon? Normalerweise musst du mit einem ganz neuen Motor aber einige Probleme erwarten", sagt der Gräfelfinger. "Ein Desaster wird es wohl nicht. Die Hersteller wissen genau, wie man einen Motor baut. Mercedes, Ferrari und Renault werden wissen, wie man mit solchen Situationen umgehen muss." Auch andere Mitglieder des Formel-1-Zirkus zweifeln nicht an der Professionalität der Hersteller. Sorgen haben sie aber dennoch.

"Es werden dieses Jahr schon einige Ängste mitschwingen, denn die Fahrzeuge sind neuerdings viel komplexer", erklärt Ferrari-Technikdirektor James Allison gegenüber 'Autosport'. Der Brite, der im vergangenen Jahr von Lotus nach Maranello wechselte, ist sicher: "Es wird Teams geben, bei denen sich Dramen abspielen. Bei anderen wird vermutlich alles normal laufen. Wir für uns wollen sicherstellen, dass wir möglichst viele Kilometer abspulen, um gut vorbereitet zu sein."


Sutil: Sitzanpassung im Sauber

Ein nicht namentlich genannter Teamchef soll laut 'Autosport' die Befürchtung geäußert haben, dass es beim ersten Test ein "technisches Blutbad" geben könnte, weil völlig unerwartete Probleme auftreten könnten. "Solch ein 'Blutbad' kann für den Sport doch auch mal ganz gut sein", meint McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh augenzwinkernd. Der Brite schränkt allerdings ein: "Zumindest gut für die Leute, die auf der richtigen Seite dessen stehen."

"Es liegt gar nicht so weit zurück, da war die Situation so: Selbst bei einem riesigen Vorsprung an der Spitze musste man an der Boxenmauer stets Sorge haben, dass etwas schiefläuft. Zuletzt war die Zuverlässigkeit aber so dermaßen gut, sodass man sich während der Rennen kaum Sorgen darum machen musste. Die Teams sind einfach besser geworden", meint Whitmarsh. "Dass man heutzutage während des Wochenendes weniger am Auto schrauben darf, hat die Standfestigkeit eher erhöht als verschlechtert."

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