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Termin steht: Uralkali geht weiter gegen Force-India-Verwalter vor

Weil man sich im Bietprozess um Force India ungerecht behandelt fühlt, geht Uralkali weiterhin gegen die Verwalter vor: Nun steht auch der Verhandlungstermin

(Motorsport-Total.com) - Der russische Chemiekonzern Uralkali geht weiterhin gerichtlich gegen die Insolvenzverwalter von Force India vor. Das Unternehmen von Dimitri Masepin, Vater von Formel-2-Pilot Nikita Masepin, fühlt sich im Bietprozess um das insolvente Team im vergangenen Sommer ungerecht behandelt.

Nikita Masepin

Uralkali ging im Kampf um das Force-India-Team leer aus Zoom

FRP Advisory hatte stattdessen das Angebot des kanadischen Konsortiums um Lawrence Stroll angenommen, das sich heute um die Geschicke von Nachfolgerennstall Racing Point kümmert. Uralkali behauptet jedoch, dass man ein besseres Angebot abgegeben habe, weswegen man vor Gericht gezogen ist.

Bereits im vergangenen September wurde die Klage eingereicht, jetzt steht zumindest der Zeitplan für die weiteren Schritte, nachdem man sich in dieser Woche darauf verständigt hat. Ende des vergangenen Jahres hatten US-Gericht verfügt, dass Mitglieder von Racing Point wichtige Dokumente aus dem Bietprozess offenlegen müssen - der Austausch von Beweismaterial soll im April 2020 erfolgen.

Die eigentliche Verhandlung soll dann zwischen Oktober und Dezember 2020 erfolgen.

Uralkali basiert seine Anklage auf drei Punkten. Erstens: Die Insolvenzverwalter haben nicht das höchste Gebot (nämlich angeblich das von Uralkali) gewählt. Zweitens: Im Prozess sei es zu Fehlangaben und mangelnder Transparenz gekommen. Und drittens: Ein fehlerhafter Verkaufsprozess, der nicht das Maximale für Gläubiger und Teilhaber herausgeholt habe.

Nikita und Dmitri Masepin

Nikita Masepin (hier mit Vater Dimitri) war vor der Insolvenz Testfahrer bei Force India Zoom

Uralkali betont, dass man "ein extrem großzügiges Angebot" gemacht habe, das Geschäft und die Kapitalanlagen zu übernehmen. Man spricht dabei von 101,5 bis 122 Millionen Pfund (113 bis 135 Millionen Euro). Trotzdem habe man das "minderwertige Angebot" eines anderen Bieters angenommen.

Bei FRP Advisory betont man derweil weiterhin, dass alles korrekt war: "Wir haben unsere vorgeschriebenen Aufgaben als Insolvenzverwalter in diesem Prozess erfüllt und für alle Teilhaber einen sehr erfolgreichen Ausgang erreicht. Wir sind weiterhin vollkommen zuversichtlich, dass der unbegründete Gerichtsprozess abgewiesen werden wird."

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