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Technik-Check: Haas setzt beim neuen VF-18 auf Ferrari-Tricks

Haas hat als erstes Team Bilder des neuen Boliden für die Saison 2018 veröffentlicht: Wir haben die wichtigsten Änderungen beim VF-18 analysiert

(Motorsport-Total.com) - Haas ist mit der Veröffentlichung der ersten Computergrafiken des VF-18 (alle Präsentationen auf einen Blick) eine Überraschung gelungen: Die US-Amerikaner haben uns somit den ersten Blick auf einen Boliden der Generation 2018 geboten, auch wenn man mit Sicherheit nicht alle Geheimnisse preisgibt. Wir haben uns den Hoffnungsträger von Romain Grosjean und Kevin Magnussen genauer angesehen und ihn einer Analyse unterzogen.

Haas

Wir haben die wichtigsten Punkte des neuen Haas unter die Lupe genommen Zoom

Der VF-18 ist ganz klar eine Evolution des Vorjahresautos. Das sieht man schon beim Frontflügel, der auf dem gleichen Konzept beruht wie die 2017er-Version. Das Hauptblatt besteht aus drei Teilen, die Außenseite des Flügels sogar aus sieben Teilen (1). So komplex war der Vorjahresflügel nicht. Das vorderste Blatt des Frontflügels ist dieses Jahr sehr kurz ausgefallen. Die Neuerungen sollen mehr Abtrieb an der Vorderachse bringen.

Auch bei der Nase, die weiterhin einen Stummel aufweist, hat Haas an der Vorjahresvariante gefeilt. Die Halterung des Frontflügels (2) wurde leicht geändert, um den Luftstrom nach hinten zu verbessern. Auch die seitlichen Luftleitbläche (3) beginnen wie beim Vorjahresauto weit vorne. Sie sollen dafür sorgen, dass der Luftstrom hinter dem Frontflügel zu den Seitenkästen beruhigt wird.

Ferrari steht Modell

Eine ähnliche Rolle spielt auch die Felge (4): Die Luft wird wie im Vorjahr durch die Vorderachse geleitet, damit die Vorderreifen nicht zu sehr im Wind stehen. Da die Aufhängungen auch beim Ferrari verwendet werden, gibt der verlängerte Radstand Aufschluss auf Sebastian Vettels Boliden.

Haas

Die interessantesten Änderungen: Bei den Seitenkästen kopierte man von Ferrari Zoom

Die offensichtlichste Änderung befindet sich aber im Bereich der Seitenkästen: Da stand der 2017er-Ferrari Modell. Durch die Bügel-Flügel (5) - der obere ist nun weiter vorne und weiter unten angeordnet - erfüllt man die Vorgabe, dass die Seitenkästen in einer V-Vorm zum Monocoque stehen müssen. Die tatsächlichen Seitenkästen sind aber im rechten Winkel angeordnet, wodurch die aerodynamische Effizienz verbessert wird.

Der seitliche Windabweiser (6), der im Vorjahr noch fünf Lamellen aufwies, besteht nun nur noch aus vier Elementen, die nun allerdings wuchtiger wirken als beim VF-17.

T-Wing wandert nach unten

Die Airbox-Lufteinlass (7) wurde so hoch wie möglich platziert und ist breiter als im Vorjahr, damit sich die Auswirkungen durch den Cockpitschutz Halo in Grenzen halten. Die Form erinnert an die Mercedes-Variante aus dem Vorjahr, als Haas noch auf eine Dreiecksform setzte.

Haas

Der Heckflügel ist beim Haas (noch) relativ einfach gehalten Zoom

Die Haifischflosse ist 2018 nach nur einem Jahr wieder Geschichte. Dennoch versucht man, mit einem kleineren Blech auf der Airbox-Verkleidung, den Luftstrom zum Heckflügel zu beruhigen. Und auch der T-Wing, der von der FIA ebenfalls verboten wurde, ist nicht ganz Geschichte: Wer genau schaut, findet den Flügel (8) etwas weiter hinten und in einer niedrigeren Position, so wie ihn im Vorjahr Williams und Sauber eingesetzt haben.

Bei der hinteren Crashstruktur (9) hat Haas bei Ferrari und Mercedes Anleihen genommen. Der Heckflügel ist weiterhin auf zwei Halterungen befestigt, was in der Formel 1 ungewöhnlich ist. Dafür setzt man wie viele andere Teams auf Schlitze (10) in der Endplatte des Heckflügels. Dennoch ist das Teil (noch) relativ einfach gehalten. Man wird sehen, wie stark sich das bei den Testfahrten noch ändert.

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