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Teams erteilen Pay-TV eine Absage

Die Teams wünschen sich für die Zukunft weiterhin Zugang zu den Massenmedien und vor allem, dass sie alle an einem Strang ziehen

(Motorsport-Total.com) - Auch wenn Rupert Murdoch und seine Partner mit keiner Silbe angedeutet haben, dass sie die Formel 1 nur noch im Pay-TV ausstrahlen würden, sollte die News Corporation die kommerziellen Rechte übernehmen, wurde dieses Thema in den vergangenen Tagen enorm aufgebauscht. Dabei gilt es als völlig undenkbar, die Königsklasse aus den reichweitenstärksten Massenmedien rauszunehmen.

FIA-Pressekonferenz

Für die Formel-1-Teamchefs ist der Zugang zu den Massenmedien wichtig

"Es ist sonnenklar, dass das Geschäftsmodell aller Teams auf frei empfangbaren Übertragungen basiert", stellt FOTA-Chef Martin Whitmarsh klar. "Wir verkaufen unseren Sponsoren eine breit gefächerte Medienpräsenz. Ich bin mir sicher, dass alle Teams darauf bestehen, an diesem Geschäftsmodell festzuhalten." Denn eine Einschränkung der Reichweite durch einen Rückzug ins Pay-TV würde die Sponsoreneinnahmen der Teams drastisch reduzieren.

Freilich ist die Trennlinie zwischen Free- und Pay-TV nicht ganz so einfach zu ziehen, denn auch öffentlich-rechtliche Fernsehsender heben in der Regel Gebühren ein und könnten damit rein theoretisch als Pay-TV eingestuft werden. Whitmarsh: "Stimmt, es ist viel komplexer als die polarisierende Debatte um Pay-TV und frei empfangbar. Wichtig ist für uns aber, dass wir ein Massenpublikum brauchen."

Nicht nur die TV-Diskussion, sondern auch Themen wie das Übernahmeinteresse von Exor und News Corporation sowie das neue Concorde-Agreement soll am Sonntag im Rahmen einer FOTA-Sitzung diskutiert werden. "Es gibt vielleicht individuelle Interessen, aber ich glaube, dass wir die alle konsensual unter einen Hut bringen müssen", hofft Force-India-Teammanager Bob Fernley, dass die Teams weiterhin an einem Strang ziehen.

¿pbvin|512|3653||0|1pb¿Whitmarsh stimmt zu: "In den vergangenen 20 Jahren haben wir zu viel gestritten. Jetzt gibt es seit einiger Zeit eine Ära der nie da gewesenen Kooperation zwischen den Teams. Dadurch mussten die sehr großen und die kleineren Teams manchmal beidseitige Kompromisse eingehen, aber die Zusammenarbeit ist viel besser geworden. Die Polemik im Fahrerlager ist weniger geworden, aber die hat uns ohnehin alle gelangweilt."

Indes äußert Franz Tost (Toro Rosso) als Vertreter der kleinen Teams vor den Zukunftsverhandlungen vor allem einen Wunsch: "Der Preis für den neuen Antriebsstrang sollte für Kundenteams nicht zu hoch sein", wünscht sich der Österreicher. Mercedes-Sportchef Norbert Haug ist diesbezüglich zuversichtlich: "Die Hersteller haben die Formel 1 und die Teams jetzt schon in eine Position gebracht, in der die Kosten bei einem Drittel von vor fünf oder acht Jahren liegen."

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