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  • 31.07.2016 · 21:08

  • von Dieter Rencken & Benjamin Horbelt

Teaminterne Manor-Berührung: "Alles andere als ideal"

Pascal Wehrlein und Rio Haryanto kollidieren in Hockenheim leicht - "Er hat stehende Räder gehabt und ist in mich reingefahren," ärgert sich Wehrlein beim Heimrennen

(Motorsport-Total.com) - Die Schlüsselszene beim Großen Preis von Deutschland 2016 ereignet sich für das Manor-Team bereits in der siebten Runde. Pascal Wehrlein und Rio Haryanto berühren sich leicht, sodass der Frontflügel von Haryanto beschädigt wird. Der Indonesier kann das Rennen auf dem Hockenheimring dennoch auf dem 20. Platz beenden, Wehrlein fährt vor heimischen Publikum auf den 17. Rang.

Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein ärgert sich bei seinem Heimrennen über die teaminterne Berührung Zoom

"Das gibt es nicht viel zu kommentieren," gibt sich Wehrlein wortkarg, als der Deutsche nach der teaminternen Berührung gefragt wird. "Ich glaube, er hat stehende Räder gehabt und ist in mich reingefahren."

"Zu Beginn des Rennens sah ich die Gelegenheit, an meinem Teamkollegen vorbeizuziehen. Leider hat das nicht funktioniert. Wir berührten uns letztendlich, sodass mein Frontflügel beschädigt war," muss Haryanto eingestehen. "Der Schaden an den beiden Autos durch die Berührung war alles andere als ideal," kommentiert Manor-Renndirektor Dave Ryan den Vorfall. "Aber zum Glück hat es unser Rennen kaum beeinflusst."

Teamkollege Haryanto wartete zunächst bewusst ein paar Runden, bis der Indonesier eine neue Nase am Boliden befestigen ließ: "Wir wussten, dass wir einen Schaden hatten. Aber wir haben bis zu meinem ersten geplanten Boxenstopp gewartet. So verlor ich etwas weniger Zeit."

Zuvor lief der Start für Wehrlein nicht optimal: "Ich bin nicht gut weggekommen, ganz untypisch für die Starts in diesem Jahr. Damit war ich auch in der ersten Kurve in einer schlechten Position und habe ein paar Plätze verloren."


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Vor 57.000 Fans am Hockenheimring spürte der Deutsche eine ganz besondere Stimmung bei seinem ersten Formel-1-Heimrennen: "Es war eine ganz besondere Atmosphäre und man konnte das Publikum wirklich spüren. Vor dem Rennen stoppten wir im Motodrom, um die Fans zu begrüßen. Die Unterstützung der Fans war wirklich toll. Das ist etwas ganz Besonderes, so viele deutsche Fahnen zu sehen. Ich denke, die haben nach so langer Zeit ohne deutschen Grand Prix ein richtig tolles Rennen gesehen."

Manor fuhr auf einer Dreistoppstrategie und wollte damit den Mitbewerber Sauber hinter sich lassen. Die richtige Strategie, wie Wehrlein bilanziert: "Wir haben eine andere Strategie als Sauber gefahren. Mehr war heute nicht drin. Ich hoffe, das Team macht nach der Sommerpause noch ein paar Fortschritte mit dem Auto."