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  • 31.07.2016 · 20:58

  • von Gerald Dirnbeck & Dominik Sharaf

Blaue Flaggen: Diesmal ärgert sich Ricciardo über Gutierrez

In Ungarn Lewis Hamilton, in Hockenheim Daniel Ricciardo: Wieder zieht Esteban Gutierrez wegen seinem Verhalten bei blauer Flagge den Groll auf sich

(Motorsport-Total.com) - In Ungarn zeigte Weltmeister Lewis Hamilton den Stinkefinger in Richtung Esteban Gutierrez, als dieser zur Überrundung anstand. Hamilton war der Meinung, dass sich Gutierrez zu lange Zeit gelassen hatte, um Platz zu machen. Und nun auf dem Hockenheim drückte sich Daniel Ricciardo am Funk etwas sarkastischer aus: "Er ist einer meiner Favoriten. Ich liebe diesen Kerl", meldete sich der Australier, als er den Haas-Piloten überrunden wollte.

Esteban Gutierrez

Wegen der blauen Flaggen wird Esteban Gutierrez von Daniel Ricciardo kritisiert Zoom

Im Anschluss an den Grand Prix zeigte sich Gutierrez überrascht, als er von Ricciardos Funkspruch erfuhr: "Daniel war nicht zufrieden? Wirklich? Okay! Ich werde mit ihm sprechen. Ich bin überrascht, weil ich ihn hinter mir gesehen habe. Er war zu diesem Zeitpunkt aber noch ziemlich weit hinter mir. Ich bin dann vom Gas gegangen und habe zwei Sekunden verloren. Ich versuche mein Bestes zu geben. Ich will niemanden aufhalten. Wenn er nicht glücklich ist, werde ich mit ihm darüber sprechen."

Ricciardo äußerte sich in der Pressekonferenz zu seinem sarkastischen Funkspruch: "Neben der Strecke habe ich kein Problem mit Esteban. Er ist einer der netteren Jungs. Aber auf der Strecke war es in jüngerer Vergangenheit bei den letzten Rennen der Fall, dass einige mit seinem Verhalten bei blauer Flagge nicht zufrieden waren. Wir haben darüber in der Fahrerbesprechung gesprochen." Für langsame Fahrer sind Überrundungsmanöver schwierig, denn einerseits verlieren sie selbst Zeit.

Auf der anderen Seite können die Reifen Marbles und Schmutz neben der Ideallinie aufsammeln. Dann dauert es wieder einige Kurven, bis man wieder genug Grip hat. Ricciardo weiß, wie ärgerlich solche Situationen sind. "Ich war selbst in dieser Position und weiß, dass es beschissen ist. Es ist beschissen, wenn man auf die Seite fahren und die Führenden vorbeilassen muss. Aber bei ihm war jetzt in den vergangenen drei Rennen etwas. Alle anderen machen es okay, aber er scheint es etwas weniger gut zu machen."


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"Es war offensichtlich etwas frustrierend für mich. Ich versuchte es über den Funk höflich auszudrücken. Aber ja, ich glaube er weiß, dass einige nicht von seinem Verhalten bei blauen Flaggen beeindruckt sind. Ich hatte eigentlich gedacht, dass diese Nachricht bei ihm angekommen ist. Aber heute habe ich hinter ihm mehr verloren als hinter jedem anderen Fahrer", sagt Ricciardo nach seinem zweiten Platz. Gutierrez kam mit einer Runde Rückstand als Elfter ins Ziel.

Der Mexikaner versucht sich zu verteidigen, denn beide waren zu diesem Zeitpunkt mit unterschiedlichen Reifen unterwegs. Deshalb war auch der Geschwindigkeitsunterschied schwierig einzuschätzen. "Mir hat das Team oft gesagt, dass ich bei Überrundungsmanövern zu sanft vorgehe. Also wollte ich mein Bestes geben und so wenig Zeit wie möglich verlieren", sagt Gutierrez. "Es gehört zum Rennen dazu. Du kämpfst und gibst dein Bestes. Ich fuhr zu diesem Zeitpunkt mit Supersoft-Reifen. Er holte mich sehr langsam ein. Als ich sah, dass er eine Sekunde hinter mir war, ging ich in Kurve 2 vom Gas und ließ ihn vorbei."

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