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Teamchef: So hat der Williams FW43B Gewicht abgespeckt

Williams-Teamchef Simon Roberts erklärt, warum sein Team mit einer "guten Ausgangslage" in die Formel-1-Saison 2021 geht und schon besser dasteht als 2020

(Motorsport-Total.com) - Macht Williams mit dem neuen FW43B einen Schritt aus der Krise? Teamchef Simon Roberts zeigt sich bei der Vorstellung des neuen Formel-1-Autos zuversichtlich. Mehr noch: Williams stehe vor der Motorsport-Saison 2021 wesentlich besser da als noch vor einem Jahr.

Williams FW43B

Der neue Williams FW43B, wie er nun vom Traditionsteam vorgestellt wurde Zoom

Laut Roberts ist es dem Traditionsteam - seit Mitte 2020 nicht mehr in den Händen der Williams-Familie - gelungen, das Vorjahresfahrzeug umfangreich weiterzuentwickeln. Der Teamchef betont dabei vor allem, der FW43B sei im Vergleich zum FW43 deutlich leichter geworden.

Von außen sichtbar sei diese Veränderung aber nicht, meint Roberts auf Nachfrage: "Es ist ziemlich versteckt unter der Außenhaut des Fahrzeugs." Williams habe unter der Haube "ziemlich aufgeräumt" und zahlreiche Komponenten optimiert. "Wir haben da keine Gelegenheit ausgelassen", sagt Roberts, geht aber nicht weiter ins Detail.

Williams kann jetzt mit Ballast arbeiten

Er verrät nur: "Wir haben überall, wo es möglich war, Gewicht eingespart, aber immer mit der Sicherheit im Blick. Die hat natürlich Priorität. Und wenn man bedenkt, wo wir vergangenes Jahr mit dem Auto angefangen haben, dann ist es wirklich gut, dass wir jetzt mit einem Auto in die Saison gehen können, in dem sogar Ballast verbaut ist."


Fotostrecke: Formel 1 2021: Der neue Williams FW43B in Bildern

Was Roberts damit andeutet: Der letztjährige FW43 sei mit Übergewicht in die Rennsaison gegangen, also mit einem Handicap für Fahrer und Ingenieure. Einen solchen Nachteil muss das Team dieses Jahr nicht fürchten.

"Wir haben jetzt vielmehr die Möglichkeit, zum Beispiel mit der Gewichtsverteilung zu spielen", sagt Roberts und räumt ein: "Damit sind ein paar Sorgenfalten verschwunden." Er spricht sogar von einer "guten Ausgangslage" für die Formel-1-Saison 2021.

Erstes Williams-Update schon zum Saisonauftakt?

Williams sei insgesamt besser vorbereitet auf die anstehenden Wintertests und das Auftaktrennen in Bahrain. Im Gegensatz zur jüngeren Vergangenheit, als das Team teilweise den Testauftakt verpasst hat, weil das Auto noch nicht fertig war, sei man nun "im Plan" oder diesem sogar leicht voraus, meint Roberts.

Seine Mannschaft hätte schon jetzt "ein paar Optionen bei einer Reihe von Teilen, die wir aufs Auto schrauben wollen", wie er sagt. "Das ist gut, eine schöne Situation. Es könnte also sein, dass wir schon zum ersten Rennen ein Update bringen, je nach dem, für welche Teile wir uns entscheiden."


Fotos: Williams: Filmtag in Silverstone


Eben diese Gestaltungsfreiheit hat Williams zuletzt häufig gefehlt, weil das Team praktisch immer zum Aufholen gezwungen war. Doch künftig soll der Rennstall aus Grove in England sogar noch mehr technischen Spielraum erhalten: Eine Ausweitung der Partnerschaft mit Mercedes ist bereits beschlossene Sache, ab 2022 erhält Williams zusätzlich zum Antrieb auch das Getriebe und die Aufhängung von Mercedes.

Die Nase am FW43B ist aber nicht neu ...

"Das ist eine Hilfe für das nächste Jahr, weil wir nicht Zeit und Ressourcen aufbringen müssen, um ein eigenes Getriebe zu entwickeln. Das wissen wir schon jetzt", erklärt Roberts. "So können wir unsere Ressourcen für andere Dinge verwenden, um das Auto schneller zu machen. Auch das ist ein Teil des aktuellen Wiederaufbaus und des Übergangs."

Doch nicht in jeder Hinsicht markiert das Jahr 2021 einen klaren Fortschritt für Williams. Laut Roberts hat es im Winter zum Beispiel keine Weiterentwicklung der Frontpartie gegeben: "Wir fahren noch einmal mit der gleichen Nase wie vergangenes Jahr."

"Wir hatten schon vergangenes Jahr ein Token verwendet. Daher hatten wir jetzt nur noch ein weiteres Token zur Verfügung. Das reichte aber nicht aus, um zum Beispiel die Nase oder deren Struktur zu verändern", sagt Roberts. Der Teamchef versichert: "Bei der weiteren Entwicklung des Autos hat uns das aber nicht eingeschränkt."

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