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  • 12.09.2006 · 10:06

  • von Franziska Beetz

Symonds: Hatten den richtigen Speed

Der Renault-Chefingenieur Pat Symonds ist sicher, dass Fernando Alonso am Sonntag in Italien den Sieg hätte holen können - unter anderen Umständen

(Motorsport-Total.com) - Im Vorfeld des vergangenen Italien-Grand-Prix' in Monza war der Weltmeister des Vorjahres, Renaults Fernando Alonso, von der FIA mit einer Strafe belegt worden, die ihn in der Startaufstellung vom fünften auf den zehnten Platz verbannte. Nach Meinung der Rennkommissare hatte der Spanier beim Qualifying Felipe Massa behindert. Alonso fühlte sich nach dem Beschluss der FIA zu Unrecht bestraft. Im Grad Prix kam es für den Renault-Piloten noch schlimmer, als er, mittlerweile auf dem dritten Platz liegend, einen Motorenschaden erlitt und das Rennen aufgeben musste.

Pat Symonds

Pat Symonds ist mit dem Ausgang des Rennens in Monza unzufrieden

Renault-Chefingenieur Pat Symonds hatte vor dem Start des Rennens Bedenken, ob der 25-jährige Pilot in dieser Situation einen kühlen Kopf bewahren könnte. "Fernando ist sehr konzentrationsfähig und macht einfach seine Arbeit", erklärte der Brite gegenüber 'SpeedTV'. "Ich habe mir dennoch Sorgen gemacht und mich gefragt, ob das seiner Leistung im Rennen schaden könnte. Aber er fuhr sehr konzentriert." Somit sei es noch möglich, dass er den Weltmeistertitel holt. "Es wird eng, aber wir versuchen unser Bestes. Im vergangenen Jahr haben wir es auch geschafft."#w1#

Ohne die Bestrafung, so Symonds weiter, hätte Alonso ernsthafte Chancen auf den Sieg gehabt. "Wir hatten den richtigen Speed. Wir sind auf härteren Reifen als alle anderen gefahren, und ich denke, wir hätten es geschafft. Unsere Daten sahen gut aus, aber wir kamen nicht nach vorn." Schuld daran sei der Verkehr gewesen: "Das waren Button und Heidfeld. Wir waren schneller, aber auf diesem Kurs ist es schwer, zu überholen."

"Wären wir von Platz fünf gestartet und hätten diese beiden geschnappt, wären wir sicherlich gegen Michael (Schumacher; Anm. d. Red.) und Kimi (Räikkönen; Anm. d. Red.) angefahren", meinte der 53-Jährige. Nachdem dies aber nicht der Fall war, konnte Michael Schumacher den ersten Platz auf dem Podium holen, gefolgt von Räikkönen auf Rang zwei und dem Polen Robert Kubica im BMW Sauber F1.06.

Auch wenn Giancarlo Fisichella noch den vierten Rang und damit wichtige Punkte in der Konstrukteursmeisterschaft holte, hätte es Symonds zufolge besser laufen können. "Wir hatten für Fisichella eine andere Strategie, wir haben schon am Start entschieden, dass wir auf Ein-Stopp fahren. Das hat jedoch nicht so gut funktioniert, wie ich gehofft hatte. Er hat an kritischen Punkten des Rennens Fehler gemacht."