powered by Motorsport.com

Sutil: Trotz Krise auch 2015 im Sauber?

Adrian Sutil geht davon aus, auch 2015 für Sauber zu fahren, und macht sich keine Sorgen, obwohl momentan sogar Marussia vor seinem Team liegt

(Motorsport-Total.com) - Für Adrian Sutil hat sich die Formel-1-Saison 2014 bisher nicht nach Wunsch entwickelt. Sein Sauber-Team steht nach sieben von 19 Rennen mit null Punkten auf dem zehnten und vorletzten Platz der Konstrukteurswertung, seit den zwei Bianchi-Punkten in Monaco sogar hinter Marussia. Aber das, so Sutil, spiegelt das Kräfteverhältnis nicht realitätsgetreu wider.

Adrian Sutil

Adrian Sutil ist mit der derzeitigen sportlichen Situation nicht zufrieden Zoom

"Das war ein Rennen", relativiert er im Interview mit 'Formula1.com', "und zwar eines, bei dem die Tatsache, dass sie keinen Fehler gemacht haben, dazu geführt hat, dass sie zwei Punkte geholt haben. Aber Marussia ist nicht schneller als Sauber, sondern pro Runde sind wir fast um eine Sekunde schneller." Zwar seien unterm Strich natürlich die Punkte entscheidend, aber: "Es sind noch zwölf Rennen zu fahren. Langfristig gesehen sollten, nein, müssen wir Fortschritte machen."

Das würde dem 31-Jährigen auch im Hinblick auf seine Karriere helfen, denn momentan hat er nicht die Gelegenheit, sich in die Auslage zu fahren. Das Sutil/Sauber-Paket liegt immer noch sieben Kilogramm über dem Mindestgewicht, was je nach Strecke pro Runde bis zu drei Zehntelsekunden Unterschied zu Teamkollege Esteban Gutierrez bedeutet. Da fällt es naturgemäß schwer, sich in Szene zu setzen und für andere Teams zu empfehlen.

Doch vielleicht ist das auch gar nicht nötig: "Ja, natürlich", anwortet Sutil auf die Frage, ob er auch 2015 bei Sauber bleiben wird. "Ich habe einen Vertrag bei diesem Team. Ich habe mich für mehrere Jahre gebunden und wir arbeiten jetzt erst seit sechs Monaten zusammen." Abgesehen von der sportlichen Krise gibt es nämlich Gründe für ihn, sich bei Sauber wohl zu fühlen. Die deutsche Sprache ist einer davon, die örtliche Nähe der Fabrik in Hinwil zu seinem Wohnsitz in Oensingen ein anderer.

Als besonders kritische Phase in seiner Karriere empfindet er den Sommer 2014 nicht: "Als ich 14 war und Karts gefahren bin, wurde mir auch gesagt: 'Geh zurück in die Schule, mach was anderes.' Aber ich war hartnäckig und habe gesagt: 'Nein, ich möchte Formel-1-Fahrer werden.' Alle haben gelacht, aber mich hat das nie gekümmert, denn ich war entschlossen und wusste, dass ich das schaffen kann. Ich habe mein Ziel, und solange das so ist, bin ich eine glückliche Person."