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Steiner sicher: Antrittsgeld von 200 Millionen Dollar wird weiter angehoben

Weil der Wert der Formel 1 und der Teams seit 2020 stark gestiegen ist, geht Günther Steiner davon aus, dass das Antrittsgeld von 200 Millionen Dollar erhöht werden wird

(Motorsport-Total.com) - Wird es für neue Teams in Zukunft noch schwieriger als ohnehin schon, in die Formel 1 einzusteigen? Haas-Teamchef Günther Steiner geht davon aus, dass das Antrittsgeld, das von Neueinsteigern per Reglement an alle anderen Teams gezahlt werden muss ("Anti Dilution Fee"), in Zukunft noch höher angesetzt wird, um den steigenden Wert der Teams widerzuspiegeln.

Haas-Teamchef Günther Steiner beim Formel-1-Rennen in Baku 2022

Haas-Teamchef Günther Steiner würde bei zehn Teams bleiben Zoom

2020 wurde festgelegt, dass jeder Neueinsteiger erst einmal 200 Millionen US-Dollar hinblättern muss, die unter den bestehenden Teams aufgeteilt werden, um die finanziellen Einnahmeverluste, die ein zusätzliches Team mitbringen würde, abzuschwächen.

In Zukunft könnte der Betrag aber noch einmal deutlich höher liegen: "Das Antrittsgeld wurde vor ein paar Jahren festgesetzt, als der Wert der Formel 1 ein anderer war", sagt Steiner. "Als wir den Vertrag 2020 unterschrieben haben, ging es für die Teams noch um deutlich weniger Geld als heute."

Seitdem sei der Wert der Serie so stark angestiegen, dass der Südtiroler an eine Erhöhung des Antrittsgeldes glaubt: "Irgendwann wird das angepasst werden", ist er überzeugt. "Ich denke nicht, dass das das größte Problem ist."

Allerdings garantiert eine Zahlung des Nenngeldes nicht automatisch die Teilnahme an der Formel 1. Michael Andretti würde gerne 2024 mit einem eigenen Team in der Königsklasse an den Start gehen und wäre auch bereit, die 200 Millionen US-Dollar zu bezahlen. Allerdings wurden die Pläne des Amerikaners bislang mehr als frostig empfangen.

Michael Andretti

Michael Andretti werden derzeit viele Steine in den Weg gelegt Zoom

Denn die meisten Teams wollen aus finanziellen Gründen keinen Neuzugang. Sie sehen den Wert ihres eigenen Teams gefährdet, weil die 20 Millionen Dollar, die sie anteilig bekommen würden, die Verluste durch eine Aufteilung des Preisgeldes auf elf statt zehn Teams langfristig nicht ausgleichen würden.

Deswegen fordern sie, dass ein Neuzugang auch den Wert der Formel 1 selbst erhöht und mehr Einnahmen generiert. Das vielgebrauchte Argument dafür lautet in diesen Tagen immer: "must add value".


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Günther Steiner wäre daher auch dafür, beim aktuellen Feld von zehn Teams zu bleiben: "Wir haben zehn sehr gute oder gute Teams. Warum sollten wir etwas verändern, wenn es funktioniert? Im Moment sind wir alle in einer guten Situation", so der Teamchef des Rennstalls, der selbst 2016 als ein elftes Team dazukam.

Formle-1-Boss Stefano Domenicali hatte in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass die Meisterschaft nicht zwingend zusätzliche Teams braucht - und wenn, dann müssen sie signifikant sein. "Wir haben viele Leute oder Investoren, die in die Formel 1 möchten, aber wir müssen die Teams beschützen. Das ist ein weiteres Zeichen eines gesunden Systems", sagt er.

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