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"So viel Scheiße!" Was Verstappen im Qualifying auf die Palme brachte

Warum Max Verstappen mit P3 im Formel-1-Qualifying in Baku nicht vollends zufrieden ist und was er sich nun für das sechste Saisonrennen ausrechnet

(Motorsport-Total.com) - Man sah es Max Verstappen nach dem Qualifying in Baku sofort an: P3 hinter Charles Leclerc und Lewis Hamilton stinkt ihm gewaltig. Und Verstappen machte in seiner ersten Reaktion auch gleich seinem Ärger Luft. Und dieser Ärger richtete sich nicht etwa auf seinen Red Bull RB16B oder sein Team, sondern auf die Begleitumstände des Formel-1-Zeittrainings in Aserbaidschan.

Max Verstappen

Max Verstappen in Baku: P3 ist sein bisher bester Startplatz in Aserbaidschan Zoom

Denn nach insgesamt vier Rotphasen hatte Verstappen genug gesehen. Sein Fazit: "Das war einfach nur ein dummes Qualifying."

Grundsätzlich sei er gut unterwegs gewesen. "Alles hat funktioniert. Und dann passiert so viel Scheiße die ganze Zeit", meint Verstappen weiter. Er schnauft kurz durch und ergänzt: "Das ist einfach nur unglücklich. Aber es ist ein Stadtkurs, da passiert sowas eben. Und es ist, wie es ist."

Verstappen: Es ist immer noch alles drin in Baku

Er habe "immerhin Platz drei" mitgenommen für die Startaufstellung und wähnt sich vor seinem ersten Rennen als WM-Spitzenreiter gut vorbereitet für 51 Runden in Baku: "Unser Auto ist stark. Hoffentlich können wir morgen im Rennen gute Punkte mitnehmen."

"Natürlich" wäre es ihm lieber gewesen, "von weiter vorne" in den Grand Prix zu gehen. "Es ist aber noch alles drin", sagt Verstappen. "Man hat es im Qualifying gesehen: Es passiert einiges. Vielleicht also passiert dergleichen im Rennen wieder. Hoffen wir mal auf einen guten Start, und dann schauen wir weiter."


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Unterm Strich büßte Verstappen in Q3 0,345 Sekunden auf Pole-Mann Leclerc ein, weil er im entscheidenden Moment nicht mehr nachlegen konnte, weil der Abbruch erfolgte. "Die vielen Rotphasen haben es nicht einfach gemacht, für niemanden", erklärt er.

Trainingscrash war ab Q2 kein Thema mehr

"Wir waren ziemlich ordentlich unterwegs, auch wenn mir der Windschatten gefehlt hat. Ich war zuversichtlich, um die Poleposition kämpfen zu können."

Sein Unfall im dritten Freien Training habe ihn in der Schlussphase des Qualifyings nicht mehr beeinträchtigt. "Ab Q2 fühlte ich mich zuversichtlich", meint Verstappen. "Wir hatten uns nach dem dritten Training wieder gut berappelt."

Im Rennen werde es vor allem auf den Reifenhaushalt ankommen, so der Red-Bull-Fahrer. Dabei hatte sein Team im Freitagstraining einen guten Eindruck hinterlassen und bei den sogenannten Long-runs konstant die besten Zeiten registriert.

Persönliche Bestleistung im Baku-Qualifying für Verstappen

Aber: Verstappen selbst stand in Baku bisher nie auf dem Podium. Seine persönliche Bestleistung ist P4 aus 2019. Mit P3 in der Startaufstellung ist er jedoch besser platziert denn je in der Startaufstellung zum Aserbaidschan-Grand-Prix.

Max Verstappen

Max Verstappen auf dem Weg zu Startplatz drei in Aserbaidschan Zoom

"Wir können uns morgen auf ein spannendes Rennen gefasst machen", sagt Red-Bull-Sportchef Helmut Marko bei 'ORF'. Er erkennt eine "aufgeheizte Stimmung", wie er bei 'Sky' ergänzt. "Wie man hier gesehen hat, wird es ein Rennen mit sehr vielen Zwischenfällen. Da muss man dann gewappnet sein."

Red Bulls Plan für Q3 ging nicht auf

Im Qualifying war diese Rechnung für Red Bull nicht aufgegangen, weil das Team laut Marko gänzlich auf den zweiten Versuch in Q3 gesetzt hatte - und dieser finale Anlauf fiel einer Rotphase zum Opfer.

Marko erklärt: "Wir haben es so angelegt: Die erste Runde auf Sicherheit und in der zweiten attackieren wir dann, weil wir als einzige neue Reifen haben. Aber es kam anders."

"Ich glaube, hier in Baku auf so einem Straßenkurs musst du einfach so schnell wie möglich draußen sein und deine Runden abliefern. Wir sind überzeugt, dass wir die Zeiten von Leclerc hätten fahren können oder sogar unterbieten. Aber was hilft's, wenn wieder eine rote Flagge kommt?"

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