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Serienbosse vereinbaren: Keine Formel-1-Kollision mit Le Mans

Wenn das 24-Stunden-Rennen steigt, soll die Königsklasse frei haben: Darauf hat sich Ross Brawn nebst anderen Kalendermodalitäten mit seinen Kollegen geeinigt

(Motorsport-Total.com) - Die Verantwortlichen der Formel 1, der Langstrecken-WM (WEC) und der Elektro-Rennserie Formel E haben sich auf gemeinsame Eckpunkte zur Gestaltung ihrer Terminkalender geeinigt. Einem Bericht von 'Autosport' zufolge vereinbarten die Bosse der Dachorganisationen bereits am Rande des Monaco-Grand-Prix Ende Mai auf Betreiben des Automobil-Weltverbandes FIA hin, dass die 24 Stunden von Le Mans nicht mehr am gleichen Tag wie ein Formel-1-Rennen stattfinden sollen.

Valtteri Bottas, Carlos Sainz

Die Formel 1 geht unter Liberty Media auf die Interessen anderer Rennserien ein Zoom

Außerdem ergab das Meeting von Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn, WEC-Promoter Gerard Neveu und Formel-E-Gründer Alejandro Agag: Rennen der Königsklasse und der Langstrecken-WM können am gleichen Wochenende, dann jedoch nicht im selben Land ausgetragen werden. Je nachdem, wie viele Piloten in beiden Serien einen Stammplatz besitzen, soll es zwischen der WEC und der Formel E ab der Saison 2018 zu gar keinen Terminkollisionen mehr kommen.

Neveu zeigt sich mit der Übereinkunft zufrieden: "Wir versuchen für jeden das Beste herauszuholen und ich habe den Eindruck, dass die drei Partner konstruktiv zusammenarbeiten", bestätigt der Franzose im Gespräch 'Autosport'. Er hätte den Formel-1-Kalender 2018 für sich sprechen lassen können, der am 15. und 16. Juni keinen Eintrag vorsieht - dem Datum der 24 Stunden von Le Mans.

Anders bei der Formel E, die sich fünf Termine mit der Beletage des Motorsports teilt, jedoch keinen Wert auf Exklusivität legt: "Wir haben gar kein Problem mit der Formel 1, weil keiner unserer Fahrer dort aktiv ist", erklärt Agag. Ob eine Überschneidung des Monaco-Grand-Prix mit den 500 Meilen von Indianapolis unter Liberty Media ebenfalls vermieden werden soll, ist zur Zeit unklar.