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Sergio Perez: Weg zurück zu Ferrari nicht verbaut

Einst war Sergio Perez Mitglied der Ferrari-Akademie, bevor er zu McLaren ging, doch sein damaliger Ausstieg würde eine Rückkehr nicht verhindern, wie er sagt

(Motorsport-Total.com) - Als Sergio Perez 2013 sein Glück bei McLaren versuchte, schloss sich für ihn eine andere Tür, denn der Wechsel nach Woking bedeutete gleichzeitig sein Aus als Fahrer der Ferrari-Akademie. Doch die guten Leistungen des Force-India-Piloten in den letzten Wochen bringen den Mexikaner auch wieder in die Gerüchteküche, wo er mit Topteams in Verbindung gebracht wird. Bei Ferrari könnte er beispielsweise Kimi Räikkönen ab 2017 ersetzen. Die Tür sei für ihn nach dem damaligen Abgang auf jeden Fall nicht zu, wie er sagt.

Sergio Perez

Sergio Perez richtet seinen Blick vornehmlich auf Force India Zoom

"Ich habe gute Freunde bei Ferrari, das ist kein Problem", so Perez, der während seiner GP2-Zeit vom heutigen Teamchef Maurizio Arrivabene zu Ferrari gebracht wurde. Weil er anschließend bei Sauber in der Formel 1 starke Leistungen zeigte und mehrere Podestplätze holte, wurde ein Wechsel zu einem Topteam in der Saison 2012 immer konkreter. "Sie waren aber nicht in der Position, um mir für 2013 einen Vertrag zu geben", meint Perez über Ferrari, die Felipe Massa noch ein weiteres Jahr behalten wollten.

2014 sollte Perez zu Ferrari gehen, doch McLaren kam ihnen ein Jahr zuvor. Und weil die damaligen Chrompfeile damals zu den besten Adressen gehörten, entschied sich "Checo" für einen Wechsel nach Woking. Bei Ferrari gab es deswegen aber kein böses Blut: "Sie haben sich für mich gefreut. Domenicali (Stefano, damaliger Teamchef; Anm. d. Red.) hat sich gefreut, dass ich zu McLaren gegangen bin", meint Perez, dessen Karriere einen anderen Weg einschlug.

Perez stolz auf Gerüchte

Doch bei McLaren erlebte der Mexikaner eine schwierige Zeit. Das Team war von seiner Topform weit entfernt und Perez musste nach nur einer Saison für Kevin Magnussen weichen. "Danach schien alles verloren, aber wer weiß jetzt?", sagt er. Denn bei Force India fand der damals 24-Jährige ein Auffangbecken, das sich bis heute bewährt hat. "Ich bin im dritten Jahr hier, und sie haben mir in meiner Karriere sehr geholfen", ist er dankbar.


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Aus diesem Grund kümmert sich Perez aktuell auch nur um seine derzeitige Situation im Team aus Silverstone. Und wenn die Leute seinen Namen mit anderen Teams in Verbindung bringen, umso besser. "Es macht einen immer stolz", sagt der Mexikaner, der zuletzt allerdings betonte, "nicht besessen" von einer Rückkehr in ein Topteam zu sein. "Ich kann nur die Gegenwart genießen. Ich habe das Glück, ein Formel-1-Fahrer zu sein und meinen Traum leben zu können."

Das heißt natürlich nicht, das betont Perez, dass er in der Königsklasse keine Ambitionen mehr habe. "Ich bin hier, um Weltmeister zu sein und darum zu kämpfen, und es wäre großartig, wenn ich die Chance bekommen würde", unterstreicht er. "Ich habe kein Rennen in der Formel 1 gewonnen und bin hungriger als jeder andere Fahrer, weil ich die Chance in einem Topteam hatte, aber zur falschen Zeit dort war."

Force India will Fahrer halten

Doch er weiß auch, dass andere gute Piloten wohl nie die Chance bekommen werden, im richtigen Auto zu sitzen. Es gibt eben Piloten, die in ihrer Karriere neben Talent auch das notwendige Glück besitzen - wie Lewis Hamilton, der laut Perez eine "einfache Karriere" hat, weil er gleich im ersten Jahr in einem Spitzenteam unterwegs war. "Andere Fahrer brauchen länger und müssen sich umsehen, und andere bekommen nie die Möglichkeit, in einem siegfähigen Auto zu sein", sagt er.

Sergio Perez, Nico Hülkenberg

Force India möchte Sergio Perez und Nico Hülkenberg gerne behalten Zoom

Perez selbst hält seine Leistung in dieser Saison zwar für "gut genug", doch wenn er weiter bei Force India fahren könnte, wäre er auch glücklich: "Ich sehe großes Potenzial im Team. Es macht Spaß für sie zu fahren", sagt er, möchte eine Entscheidung aber auf später im Jahr verschieben. "Ich kümmere mich nicht um die Gerüchte, sondern fokussiere mich auf meine Arbeit, um das Beste für mein Team herauszuholen. Ich bin glücklich bei Force India, aber man weiß nie, was die Zukunft bringt."

Übrigens: Bei Force India ist man darauf gepolt, beide Fahrer auch für 2017 an Bord zu haben. "Ich bin zuversichtlich, dass wir im kommenden Jahr mit den gleichen Fahrern antreten werden", sagt Co-Teamchef Robert Fernley. "Die Konstanz von Checo und Nico (Hülkenberg; Anm. d. Red.) hat uns enorm geholfen, und es wäre gut, wenn wir die gleiche Konstanz mit dem neuen Chassis im kommenden Jahr haben würden."

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