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Sergio Perez setzt Force India Ultimatum: "Will bleiben, aber..."

Wieso die kommenden Tage über Sergio Perez' Zukunft entscheiden, welches Ultimatum er Force India stellt und wieso sein aktuelles Team die Wunschoption ist

(Motorsport-Total.com) - "Fußball? Gestern gab es kein Fußballspiel. Also gibt es auch keine Neuigkeiten..." Sergio Perez reagiert inzwischen mit Augenzwinkern auf die Woche für Woche gleichen Fragen der Journalisten über seine Zukunft. Doch der Force-India-Pilot ist selbst ungeduldig und will Gewissheit. "Ich weiß, dass ich jedes Wochenende das gleiche sage. Und ich hoffe wirklich, dass wir nächstes Wochenende mehr wissen."

Sergio Perez

Langsam reißt der Geduldsfaden: Sergio Perez will endlich Klarheit Zoom

Fakt ist, dass Force India schon vor Wochen klarstellte, dass der Mexikaner einen Vertrag für die Saison 2017 besitzt. Und auch Perez lässt inzwischen keinen Zweifel mehr, dass er bleiben will: "Ich verbringe gerne mehrere Jahre bei einem Team und entwickle eine gute Beziehung. Es ist kein Geheimnis, dass ich nächstes Jahr hier fahren möchte, vor allem wegen der neuen Autos. Ich glaube an das Team. Ob es dazu kommen wird, weiß ich aber nicht."

Aus irgendeinem Grund stocken die Verhandlungen zwischen Perez und Force India. Glaubt man dem 26-Jährigen, der die Journalisten immer wieder vertröstet hat, dann steht die Entscheidung über seine Zukunft unmittelbar bevor. "Ich will meine Karriere in der Formel 1 ehrlich gesagt fortsetzen, also kann ich nicht mehr länger warten. Auch die anderen Teams werden nicht ewig warten, also wird die kommende Woche entscheidend, um die Weichen für meine Zukunft zu stellen."

Interesse von mehreren Teams

Perez spricht derzeit laut eigenen Angaben ausschließlich mit Force India, hat aber auch "andere, sehr interessante Optionen aur dem Tisch". Dabei kann es sich nur um die Cockpits von Renault, Williams und Haas handeln. Und wieder erwähnt er seine Deadline: "Wenn es bis Ende nächster Woche keine Lösung gibt, dann müssen wir uns woanders umschauen."

Auch seine Unterstützer dürften bei den sich in die Länge ziehenden Verhandlungen eine Rolle spielen, wie er selber sagt: "Mein Vertrag ist recht kompliziert, da er von meinen Sponsoren abgeschlossen wird. Wir müssen sicherstellten, dass alles passt."

Weiterhin deutet alles darauf hin, dass neben Force India für Perez Renault die beste Option ist. "Teams, die jetzt nicht so konkurrenzfähig sind, könnten in der neuen Bolidenära sehr konkurrenzfähig und sehr attraktiv sein", gibt er einen Hinweis, der auf das französische Werskteam hindeuten könnte.

Force-India-Verbleib sinnvoll, aber wie steht es um die Finanzen?

Für ein weiteres Jahr bei Force India zu bleiben, ergibt aber aus Sicht des diese Saison stark fahrenden Piloten vermutlich Sinn: Niemand kann derzeit langfristig einschätzen, wie sich das Kräfteverhältnis unter den neuen Regeln entwickeln wird. Nach einem Jahr wäre Perez aber frei und könnte sich eventuell sogar noch den Traum vom Ferrari-Cockpit erfüllen, sollte dort Kimi Räikkönen seine Karriere beenden.

Angst, durch die aktuellen Verzögerung am Ende zwischen den Stühlen zu landen, hat er keine: "Ich bin nicht besorgt, denn es gibt genügend Leute da draußen, die Interesse an mir haben. Dadurch befinde ich mich in einer guten Position."

Über die wahren Gründe für die Force-India-Verzögerung gibt es derzeit nur Spekulationen. Ist dem in Silverstone sitzenden indischen Rennstall, dessen Besitzer Vijay Mallya wegen seiner Probleme mit den indischen Behörden in Großbritannien festsitzt, wieder einmal das Geld ausgegangen? Dort schüttelt man den Kopf: Alles sei im grünen Bereich.

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