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Sergio Perez: Ist der Topteam-Zug endgültig abgefahren?

Sergio Perez hat für ein Topcockpit wohl keiner mehr auf dem Zettel, doch der Mexikaner hat seinen Traum von der Spitze noch nicht begraben

(Motorsport-Total.com) - Vor einiger Zeit galt Sergio Perez noch als Kandidat für ein Cockpit bei den Topteams. Weil er mit Force India ab und an auf das Podium fuhr und den hochgehandelten Nico Hülkenberg im Griff hatte, lockte durchaus eine zweite Chance nach seinem McLaren-Ausflug. Doch 2018 hat sich die Situation gewandelt und von Perez spricht kaum einer mehr.

Sergio Perez

Sergio Perez hat die Spitze noch nicht aus den Augen verloren Zoom

"Ich kenne die Gründe dafür nicht", hadert er. "In den vergangenen Saisons habe ich sehr starke Leistungen gezeigt, von daher gibt es nicht viel, was ich noch tun kann", sagt er. Perez wurde in den vergangenen beiden Jahren jeweils Siebter der Gesamtwertung und damit "Best of the Rest" hinter den drei Topteams. "Ich habe gute Fahrer wie Hülkenberg in der gemeinsamen Zeit geschlagen, von daher glaube ich, dass ich so gut wie jeder andere sein kann."

Allerdings kann "Checo" sein Potenzial in dieser Saison nicht zeigen. Force India ist deutlich zurückgefallen, sodass Perez nach drei Rennen noch auf seinen ersten Saisonpunkt wartet. Teamkollege Esteban Ocon hat immerhin schon einen Zähler auf dem Konto und damit die Oberhand - auch wenn er von einigen Erstrunden-Zwischenfällen seines Teamkollegen profitieren konnte. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte Perez nach drei Rennen 14 Zähler auf dem Konto, Ocon drei.


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Das frustriert ihn, wie Perez zugibt: "Man weiß, dass man jeden hier schlagen kann. Man kann starke Leistungen bringen, aber man hat einfach nicht die Möglichkeit dazu", sagt er. Denn in der Formel 1 komme es enorm auf die Konkurrenzfähigkeit des Autos an. Platz sieben in den Vorjahren mag laut ihm zwar nicht nach viel klingen, "aber es kann in Sachen Arbeit und Geschwindigkeit genauso gut wie eine Weltmeisterschaft sein."

Dennoch scheint der Zug nach ganz vorne für ihn abgefahren zu sein. Bei den Spitzenteams stehen andere Namen auf dem Zettel. Den Traum von einem Topcockpit aufgegeben, hat der Force-India-Pilot aber trotzdem nicht: "Ich habe immer noch das Ziel, dass ich eines Tages die Chance bekomme, um die bestmöglichen Resultate zu kämpfen, weil ich glaube, dass ich so gut wie jeder andere bin", so Perez. "Ich hoffe, das ich schon bald die Möglichkeit bekomme, mein wahres Potenzial zu zeigen."