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  • 26.11.2011 · 12:13

  • von Marco Helgert

Senna und der Stress der Ungewissheit

Bruno Senna hat seinen festen Platz in der Formel 1 noch nicht gefunden, doch der Brasilianer glaubt an sich und seine Fähigkeiten

(Motorsport-Total.com) - Die bisherige Rennsportkarriere von Bruno Senna verlief alles andere als übermäßig geradlinig. Anfänglich half ihm sein Name, doch allein als Senna-Neffe kommt man kaum zu guten Chancen und Cockpits. Derzeit versucht er sich über Renault einen festen Platz zu sichern. Als Ersatz für Nick Heidfeld schlägt er sich derzeit auch nicht schlecht.

Bruno Senna

Bruno Senna hofft weiter auf einen festen Platz in der Formel 1

Besonders ist an Sennas Karriere aber, dass er sich nach anfänglichen Kart-Erfahrungen 1994, nach dem Tod von Onkel Ayrton Senna in Imola, zurückzog. Erst 2004, im Alter von 20 Jahren, begann er in der britischen Formel BMW wieder richtig mit dem Motorsport. Der späte Einstieg war sicher ein Problem, doch Senna stellte sich als überaus schneller Lerner heraus.

"Die Tatsache, dass ich verglichen mit den anderen Jungs in sehr kurzer Zeit sehr gute Ergebnisse vorweisen konnte, ist schon großartig", erklärt er ein der 'F1 Racing'. So sieht er dann auch gegen Witali Petrow im Renault nicht schlecht aus. "Wir müssen bis zum Saisonende warten, um das letztlich zu sehen, aber ich bin schon auf Augenhöhe mit ihm. Das ist schon nicht schlecht und es soll noch besser werden."


Fotos: Bruno Senna, Großer Preis von Brasilien


Senna kennt es nicht anders, weiß daher nicht, ob nicht doch noch etwas fehlt, was man in Kindheitstagen im Motorsport lernt. "Aber das kann man nie wissen", beschreibt er. "Vielleicht wäre ich jetzt schon erfolgreich, vielleicht hätte mich aber auch der Mangel an Lebenserfahrung in eine andere Richtung gezogen. Im Rennsport wäre es aber wohl viel leichter für mich, wenn ich früher angefangen hätte. Aber ich muss mit dem auskommen, was ich habe, und mein Bestes geben."

Noch muss sich der Brasilianer aber dem Stress der Unsicherheit hingeben. Entspannungsmomente gibt es nur wenige. "Ich kann dem Stress derzeit nicht entfliehen", erklärt Senna. "Mit Fitnesstraining gelingt das, beim Schwimmen und Radfahren. Da vergisst man die Formel 1. Aber der Stress ist solange da, bis man einen sicheren Platz hat. Bis dahin besteht ja immer die Chance, dass man den Sitz wieder verliert."

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