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  • 25.11.2011 · 21:45

  • von Fabian Hust

Renault: Der harte Reifen sorgt für Kopfzerbrechen

Bei Renault steht eine detaillierte Analyse der Daten bevor, denn auf dem härteren Reifen hinkt man den eigenen Erwartungen hinterher

(Motorsport-Total.com) - Die Renault-Piloten Witali Petrow und Bruno Senna waren nach dem ersten Tag in Sao Paulo auf den Positionen elf und zwölf zu finden. Der Russe hatte dabei 1,464 Sekunden Rückstand auf Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes, bei Lokalmatador Senna waren ist weitere 0,075 Sekunden. Am Vormittag kam wieder Romain Grosjean zum Einsatz, der mit 1,736 Sekunden Abstand auf den 12. Rang kam.

Bruno Senna

Bruno Senna fiebert seinem Heimrennen in Sao Paulo entgegen

"Das war ein interessanter Tag", so Senna. "Die Leistung in der zweiten Einheit war beträchtlich besser als jene der ersten Einheit. Unsere Zeiten lagen am Nachmittag deutlicher auf dem Niveau der anderen Teams als wir dies vom Vormittag sagen konnten. Für morgen müssen wir an der Balance des Autos arbeiten. Dies wird entscheidend sein, um sicherzugehen, dass wir ein starkes Qualifying haben und um uns selbst eine gute Chance für den Sonntag zu verleihen."

"Das 1. Freie Training war für mich interessant", so Petrow. "Es war tatsächlich eine sehr gute Erfahrung, eine Einheit an der Boxenmauer zu verbringen. Das ermöglichte es mir besser zu verstehen, was die Ingenieure sehen und was sie vom Fahrer wollen. Dieses Wissen kann ich nun in Zukunft in das Training mitnehmen."

"Im 2. Freien Training gab es keine mechanischen Probleme. Ich denke aus diesem Grund, dass meine Boxenmannschaft sehr gute Arbeit geleistet hat, um das Auto nach dem Problem mit der Kupplung am Vormittag zu reparieren. Wir wissen, dass es für unser Auto keine einfache Strecke ist, das kann man an unseren Zeiten sehen."

"Im Qualifying wird es morgen schwierig, aber wir können hart arbeiten, um in den dritten Qualifying-Durchgang zu kommen. Es wird jedoch nicht einfach. Heute hatten wir im Heckbereich mit der Traktion und Übersteuern zu kämpfen. Wir fokussierten uns aus diesem Grund darauf, dieses Gebiet zu verbessern, da es unserer Geschwindigkeit definitiv schadet."

"Ich habe mich darauf gefreut, heute Morgen wieder in das Auto zu steigen, und die Erfahrung hat mich nicht enttäuscht", so Grosjean. "Ich habe jede Minute davon genossen. Es ist eine Strecke, die ich besonders mag, eine fantastische Strecke im alten Stil, auch mit jeder Menge Fans auf den Tribünen."

"Wir haben auf der technischen Seite ein paar interessante Daten gesehen, welche sich das Team schon im Hinblick auf das kommende Jahr anschaut. Ich möchte im Auto so viel Zeit wie möglich verbringen, und ich liebe es wirklich, in das Auto zu steigen. Das ist ein Job, den ich liebe."


Fotos: Renault, Großer Preis von Brasilien, Freitag


"Einen Abschnitt fuhren wir mit beiden Autos im 1. Freien Training mit einem harten Entwicklungsreifen von Pirelli für 2012, zudem mit der Medium-Mischung", so Chefingenieur Alan Permane. "Im 2. Freien Training verwendeten wir den neuen weichen Reifen von Pirelli und die Medium-Mischung. Romains Versuch im 1. Freien Training wurde durch einen Defekt eines Entwicklungsteils an der Kupplung verkürzt."

"Romain leistete genauso gute Arbeit wie in Abu Dhabi. Wir hatten auf den Medium-Reifen generell mit der Haftung zu kämpfen, litten sowohl an Untersteuern als auch an Übersteuern. Diese Tendenz wird auf den weichen Reifen stark reduziert."

"In Bezug auf die Rundenzeiten sahen wir zwischen der Medium und der weichen Mischung einen großen Unterschied. Wir kämpften auf der Medium-Mischung, dies zeigte sowohl Bruno als auch Witali, die auf dem weichen Reifen um rund 1,5 bis zwei Sekunden schneller waren. Unsere Geschwindigkeit auf dem weichen Reifen entspricht mehr unseren Erwartungen."