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Schumacher: "Wir haben mehr erwartet"

Michael Schumacher verlor gleich beim Start zum Klassiker in Monaco einige Plätze und schied später mit technischem Defekt aus

(Motorsport-Total.com) - Vom fünften Startplatz hatte sich Michael Schumacher einiges für den Klassiker in Monaco ausgerechnet. Aber gleich zu Beginn lief es nicht optimal für den Rekordweltmeister. Er kam von der Linie ganz schlecht weg und verlor einige Plätze. In der ersten Kurve beschädigte sich der Routinier den Frontflügel leicht am Heck eines McLaren. Nach einigen Runden bauten die Reifen stark ab und Schumacher wurde von Lewis Hamilton überholt.

Michael Schumacher

Nach 32 Runden war Feierabend für Michael Schumacher

In der 32. Runde rollte der Mercedes ausgangs Rascasse aus. "In der Airbox hat es ein kleines Feuer gegeben. Ich weiß nicht was da genau kaputt gegangen ist, aber das Auto wollte sich nicht mehr fortbewegen", sagt Schumacher zu seinem Ausfall. Bereits beim Start ging einiges schief. "Man legt den Gang ein und bereitet sich vor. Wenn die Lichter ausgehen, dann leitet man die Startphase ein."

"Wir waren diesmal in der Vorbereitung etwas zu aggressiv. In dem Moment, in dem ich den Start eingeleitet habe, hat sich das Programm eingeschalten, das das Absterben des Motors verhindert. Das heißt, dass man im Leerlauf dasteht und dann wieder den Prozess einleiten muss. Dann sind die Gegner natürlich schon weg."


Fotos: Mercedes, Großer Preis von Monaco


Schumacher hatte wie sein Teamkollege Nico Rosberg mit den Reifen zu kämpfen. "Bei uns war es noch schlimmer, denn ich hatte eine Berührung mit Hamilton in der ersten Kurve. Dabei habe ich mir die Nase demoliert. Das Auto ist daher stark gerutscht, weshalb sich die Reifen schnell abgenutzt haben."

"Zum Schluss hatte ich gar nichts mehr auf den Reifen. Ich musste deshalb früher an die Box. Das war nicht geplant. Das hat das Rennen noch weiter beeinflusst, aber eigentlich war es schon beim Start gelaufen. Wir konnten nicht vorne mitmischen, so wie wir uns das vorgenommen hatten."

Wie auch in Spanien lieferten sich die beiden Mercedes-Piloten ein enges Duell. In der Haarnadel ging Schumacher an seinem jüngeren Teamkollegen vorbei. "Nachdem wir die Nase und die Reifen gewechselt hatten, war das Tempo recht gut. Dann kam die Situation mit Nico zustande. Zu diesem Zeitpunkt war er auf harten Reifen unterwegs und war deutlich langsamer. Dann habe ich mir ein Herz gefasst, denn wir wollen noch ein Stück weiter nach vorne. Also musste ich auch an meinem Teamkollegen vorbei."

Wie geht es in Kanada weiter? "Ich glaube, von dem heutigen Tag können wir nicht allzu viel Positives mitnehmen", schätzt der 42-Jährige. "Das muss man ganz klar so sagen. Wir haben nach dem Qualifying andere Erwartungen gehabt. Das müssen wir so hinnehmen und kucken, was wir dann in Kanada erreichen können."

Die Schlussphase verfolgte Schumacher an der Box. Lob gibt es für Sieger Sebastian Vettel: "Ich habe das Rennen natürlich verfolgt und es war sicherlich ein extrem spannendes Rennen. Es wäre sicher noch spannender geworden, hätte es ein normales Ende genommen, wenn man nicht die Reifen gewechselt hätte. Sebastian ist mit den alten Reifen sehr gut gefahren. Es wäre zum Schluss aber ein hartes Stück Arbeit geworden."

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