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  • 21.08.2014 · 22:12

  • von Dieter Rencken & Roman Wittemeier

Sauber und das Warten im Fall de Silvestro

Die Schweizerin Simona de Silvestro soll am Freitag des Austin-Wochenendes im Sauber sitzen: Superlizenz beantragt, Geld aus den USA fehlt noch

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 darf sich voraussichtlich über eine zweite weibliche Pilotin in der Saison 2014 freuen. Nach den Fahrten von Susie Wolff an den Freitagen in Silverstone und Hockenheim soll auch die Schweizerin Simona de Silvestro noch im Verlauf dieses Jahres erste Runden im Rahmen einer offiziellen Formel-1-Session bestreiten. Die ehemalige IndyCar-Pilotin soll im ersten Freien Training zum Grand Prix der USA in Austin im Sauber sitzen.

Simona de Silvestro

Etwas verstimmt: Bei Simona de Silvestro läuft offenbar nicht alles nach Plan Zoom

Die Schweizerin kündigt ihren nächsten Karriereschritt auf ihrer Homepage mit den Worten "The Future is Coming Soon" an. Das Ziel ist klar: de Silvestro will ein Renncockpit in der kommenden Saison. Unterstützt wird sie von Geldgebern aus den USA, mit denen sie seit einigen Jahren eng zusammenarbeitet. Jene Partner sollen den Weg in Richtung Königsklasse finanzieren. "Es gibt einen genauen Plan, an den wir uns fest gehalten haben", sagt Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn.

Die Österreicherin betont explizit, dass sich die Mannschaft aus Hinwil an alle Vereinbarungen gehalten hat. Ist dies auch auf Seiten von de Silvestro so? Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' ist das nicht der Fall. Das Management der Schweizerin ist offenbar mit den entsprechenden Zahlungen in Verzug. Sauber ist auf dem Weg in Vorleistung gegangen, hat der Pilotin unter anderem Testfahrten in einem Sauber des Jahrgangs 2012 ermöglicht.

Simona de Silvestro

Im April fuhr die Schweizerin mit dem Sauber in Fiorano zur Tankstelle Zoom

"Es ging abseits der körperlichen Vorbereitungen mit dem Test in Fiorano los, dann kam der Test in Valencia. Wir haben schon nach dem Fiorano-Test die Gespräche mit der FIA begonnen. Wir haben denen gesagt, was das Ziel ist - nämlich die Erlangung der Superlizenz. Wir haben von der FIA einige Vorgaben bekommen, die wir in diesem Prozess umsetzen. Wir erwarten, dass sie sehr bald ihre Superlizenz bekommen wird. Dann schauen wir, was die Optionen sind", so Kaltenborn.

Die notwendigen Unterlagen müssen über den Schweizer Automobilverband bei der FIA hinterlegt werden. Woran hapert es nun noch? "Wir müssen auch mit ihr selbst ein paar Dinge klären", sagt Kaltenborn und hält sich bezüglich etwaiger Vorwürfe in Richtung Management der Pilotin zurück. Man hofft auf eine schnelle Lösung, um den weiteren Fahrplan einhalten zu können. "Wenn sie die Lizenz erhält, dann wollen wir sie in das aktuelle Auto setzen. Das würde dann im ersten Training in Austin geschehen. Aber dafür braucht sie die Superlizenz", sagt die Teamchefin.

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