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  • 06.09.2014 · 19:18

  • von Rebecca Friese & Dominik Sharaf

Sauber und das Hoffen, dass "etwas Unerwartetes geschieht"

Mehr als die Startplätze 14 und 15 für Adrian Sutil und Esteban Gutierrez war im Qualifying zum Grand Prix von Italien für Sauber nicht drin

(Motorsport-Total.com) - Erst zum dritten Mal in dieser Saison schafft es Sauber mit beiden Autos in Q2. Adrian Sutil und Esteban Gutierrez qualifizierten sich in Monza dabei für die Plätze 15 und 16, rücken aufgrund der Strafversetzung von Daniil Kwjat aber jeweils um eine Position nach vorne. Da aus dem C33 nicht viel mehr herauszuholen ist, hofft das Team beim Grand Prix von Italien daher auf ein problemfreies Rennen und Vorfälle im vorderen Feld.

Esteban Gutierrez

Mit den Mittelfeldplatzierungen ist das Potenzial des C33 ausgeschöpft Zoom

"Es war ein problemloses Qualifying", so Sutil. "Zu Beginn war das Auto nicht einfach zu fahren, dann haben wir einige Veränderungen am Reifendruck und an der Aerodynamik vorgenommen. Das Fahrverhalten wurde immer besser, es hat aber ein paar Runden gedauert, bis ich mit dem Auto besser zurechtkam. Mit meiner letzten Runde bin ich durchaus zufrieden. Der 15. Startplatz ist für uns auf dieser Strecke das Maximum. Morgen müssen wir im Rennen das Beste daraus machen."

Teamkollege Gutierrez reihte sich 0,104 Sekunden hinter Sutil ein. Der Mexikaner war dabei aber auch nicht fehlerfrei. "Generell war es ein gutes Qualifying. Wir haben versucht, das Mögliche aus dem Auto herauszuholen. Hätte ich in meiner letzten Runde keinen Fehler gemacht, wäre ich sicherlich noch ein paar Zehntel schneller gewesen. Wir arbeiten als Team zusammen und machen gemeinsam Fortschritte. Natürlich haben wir immer noch einen zu großen Zeitrückstand zu einigen vor uns liegenden Teams, aber wir haben heute versucht, das Maximum aus dem Auto zu holen."


Fotos: Sauber, Großer Preis von Italien, Samstag


Gegenüber 'Motorsport-Total.com' erklärt Sutil, dass auch an der Abtriebfront noch alles versucht wurde: "Wir haben da heute Morgen noch ein bisschen mehr probiert, aber das Auto wurde zu instabil. Wir sind immer noch auf einem niedrigen Abtrieb-Level. Aber wir können eigentlich nicht weniger gehen, sonst wird es zu schwierig zu fahren. Ich denke, wir haben da einen guten Kompromiss gefunden. Aber gegen die Mercedes-Teams reicht es natürlich nicht."

Auch der leitender Ingenieur an der Rennstrecke, Giampaolo Dall'Ara, betont, dass aus dem C33 nicht mehr herauszuholen war. Für das Rennen bleibt daher nur die Lauerstellung. "Im Qualifying bewegten sich unsere Fahrer stets am Limit und haben das Potenzial des Autos ausgeschöpft. Esteban ärgert sich womöglich über den Fehler, den er in der Ascari-Schikane gemacht hat, und Adrian verlor etwas Zeit am Morgen, aber das hätte am Gesamtresultat kaum etwas geändert. Wir sind vom Resultat her etwa dort, wo wir auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke wie dieser realistisch sein können. Im Rennen müssen wir sicherstellen, dass wir bereit sind, falls etwas Unerwartetes geschieht."