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Sauber-Teamchef: Jungtalent Leclerc muss erst mal liefern

Charles Leclerc muss sich erst auf das Hier und Jetzt konzentrieren, bevor er an Ferrari denken kann, sagt Sauber-Teamchef Frederic Vasseur

(Motorsport-Total.com) - Mit Charles Leclerc hat Sauber für 2018 einen Rohdiamanten verpflichtet, dem viele in der Formel 1 eine große Karriere zutrauen. Der Monegasse hat in den vergangenen beiden Jahren sowohl die GP3-Serie wie auch die Formel 2 gleich im ersten Anlauf für sich entscheiden können und damit die Aufmerksamkeit der Formel-1-Teams auf sich ziehen können. Sollte er sich in der Königsklasse bewähren, winkt ihm sogar die Chance auf Ferrari, wo er unter Vertrag steht und Kimi Räikkönen ablösen könnte.

Charles Leclerc

Charles Leclerc steht vor einer großen Herausforderung in der Formel 1 Zoom

Doch laut Sauber-Teamchef Frederic Vasseur muss sich der Youngster erst einmal auf das Hier und Jetzt konzentrieren und sich beweisen. "Das Worst-Case-Szenario wäre für ihn, wenn er sich darauf konzentriert, was 2020 sein könnte. Das wäre die falsche Einstellung", sagt der Franzose. "Er muss auf seinen aktuellen Job und die Sauber-Ingenieure fokussiert sein und darf nicht an die von Ferrari denken."

Vasseur macht sich jedoch keine Sorgen, dass Leclerc die falsche Einstellung an den Tag legen könnte. Allerdings weiß der Teamchef auch, dass nach den jüngsten Erfolgen hohe Erwartungen auf dem 20-Jährigen liegen, die er aber nicht notwendigerweise erfüllen kann. Denn der Schritt von der Formel 2 in die Formel 1 sei noch einmal viel größer, als alle Sprünge in den Juniorkategorien. "Die Formel 1 ist eine andere Geschichte", so Vasseur.


Fotostrecke: Expertenwertung: So stark sind die F1-Teams

"Er muss die Reifen kennenlernen, das Energiemanagement, das Motorenmanagement und den Umgang mit den Medien. Das sind viele Dinge, und zudem muss er auch noch die Strecken kennenlernen", sagt er. Denn mit Melbourne und Schanghai warten schon zu anfangs zwei Strecken, auf denen Leclerc noch nicht unterwegs war.

Unter Druck setzen will Vasseur seinen Schützling nicht - jedenfalls nicht zu sehr. "Er wird liefern müssen, aber am wichtigsten ist für mich, dass er zeigt, dass er sich im Laufe der Saison verbessern kann. Da geht es ihm wie uns. Wir wissen, wo wir heute stehen." Der Boss geht davon aus, dass Leclerc den Druck vom Team weg auf sich selbst lagern kann. "Er hat eine sehr positive Einstellung und ich bin vollkommen überzeugt, dass er den Job erledigen kann."

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