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Sauber-Gehälter: Licht am Ende eines "extrem langen Tunnels"

Nach der pünktlichen Zahlung der Juni-Gehälter sieht man im Lager des Formel-1-Teams Sauber mehr lächelnde Gesichter - Teammanager Zehnder: "So etwas hilft"

(Motorsport-Total.com) - Beim Formel-1-Team Sauber herrscht aktuell Aufbruchstimmung. Die seit Monaten anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten der Mannschaft aus der Schweiz sollen bald der Vergangenheit angehören. Wie Teamchefin Monisha Kaltenborn erklärte, sei man in der Schlussphase entscheidender Verhandlungen mit einem Investor. Erstmals seit Jahresbeginn konnten die Gehälter nun pünktlich an die rund 300 Mitarbeiter überwiesen werden.

Marcus Ericsson, Beat Zehnder

Wieder mit besserer Stimmung unterwegs: Beat Zehnder und Marcus Ericsson Zoom

"Wenn die Gehälter bezahlt werden, dann ist das gut für die Stimmung", sagt Sauber-Teammanager Beat Zehnder mit einem breiten Lächeln in der offiziellen FIA-Pressekonferenz am Freitag in Spielberg. "Die Athmosphäre ist jetzt anders, weil alle spüren, dass es eine Zukunft gibt. Die Zahlung der Löhne ist ein Teil einer umfassenden Lösung, an deren Details noch gearbeitet wird. Monisha ist da dran." In den kommenden Tagen und Wochen soll es zu einem Abschluss kommen.

Wer der neue Geldgeber für das Team aus Hinwil sein wird, ist unklar. Sicher ist, dass es auf dem Weg zu einem Vertrag noch einige Stolpersteine gibt. Mit einem Ex-Piloten liegt man derzeit noch in einem Rechtsstreit um nicht gezahlte Gelder. Solche Umstände nimmt kein Investor gern mit in ein neues Abenteuer. Immerhin bahnen sich Lösungen an, sodass Sauber womöglich schon bald wieder technische Entwicklungen an das Auto bringen kann.


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"Es ist immer einfacher, wenn man an der Strecke arbeitet. Dort machen alles das, was sie leidenschaftlich gern tun. Dann geht es nur um Racing", beschreibt Beat Zehnder die Lage im Lager der Schweizer. "Die Motivation an der Strecke ist natürlich immer höher als zu Hause in der Firma. Für die Leute in der Technik oder im Design ist es manchmal frustrierend, wenn man Dinge in der Pipeline hat, aber diese aufgrund der Finanzen einfach nicht für den Einsatz auf der Strecke umsetzen kann."

Die Piloten Felipe Nasr und Marcus Ericsson hatten unter den finanziellen Problemen sportlich leiden müssen. Der Sauber C35 fährt seit Monaten unverändert, die Konkurrenz legt unterdessen immer weiter nach. "Wichtig ist, dass wir nie nachgelassen haben, sondern im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten immer Vollgas gegeben haben", sagt Teammanager Zehnder. "Es war immer ein Licht am Ende des Tunnels, aber der Tunnel war halt extrem lang."

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