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  • 15.03.2015 · 08:13

  • von Dieter Rencken & Dennis Hamann

Sauber: Bester Saisonstart in der Geschichte

Beim Start der Formel-1-Saison 2015 in Australien holt Sauber mit den Plätzen fünf und acht das beste je eingefahrene Ergebnis zu Saisonbeginn

(Motorsport-Total.com) - Für das Sauber-Team hat die neue Formel-1-Saison so gut begonnen wie noch nie. Beim Großen Preis von Australien holten Felipe Nasr mit Platz fünf und Marcus Ericsson mit Platz acht das beste Team-Ergebnis zu Beginn einer Saison in der Geschichte von Sauber. Monisha Kaltenborn konnte ihr Glück und ihre Freude kurz nach dem Rennen noch gar nicht in Worte fassen: "Ich bin noch etwas aus der Fassung. Das war ein ausgezeichnetes Rennen. Wirklich eine ganz tolle Leistung! Das ist die beste Antwort, die wir nach diesem Wochenende geben konnten."

Doch nicht nur für das Team selbst ist es ein besonderes Ergebnis. Auch der Brasilianer Nasr hat Geschichte geschrieben. Denn mit seinem fünften Platz hat er auch noch das beste Debüt eines Brasilianers überhaupt erzielt. Doch für den Rookie war es kein einfaches Rennen: "Das hatte ich nicht erwartet, hier her zu kommen und auf Anhieb auf Platz fünf zu fahren. Es war hart vom Start bis zum Ende. Mein erster Grand Prix überhaupt. Ich hab einfach nur versucht den Start hinzubekommen. Es ging ziemlich drunter und drüber im ersten Drittel."

"Der Start war gut, ich kam gut weg und hatte beim Anbremsen auf Kurve 1 außen eine Berührung. Ich war da einquetscht zwischen den Autos und hatte keine Chance, woanders hin zu fahren. Jemand hat dann einen meiner Reifen getroffen und ich dachte, das Auto wäre kaputt. Aber nach einigen Runden war das Auto gut", so der 22-Jährige. "Umso mehr freue ich mich auch für das ganze Team. Sie haben alle einen unglaublichen Job gemacht. Die Mechaniker, haben sich einfach immer voll auf ihre Arbeit konzentriert. Sie haben so hart dafür gearbeitet und sind bestimmt sehr zufrieden und glücklich."


Fotos: Sauber, Großer Preis von Australien


Nach dem Trubel um die Vertragslage von Giedo van der Garde bestach Sauber bereits im Qualifying. Durch das Startverbot für Valtteri Bottas rutschte Nasr bereits vor dem Start schon in die Top 10. Ericsson ging von Startposition 15 ins Rennen. "Wir haben natürlich schon gehofft, dass diese Saison besser beginnt als vergangenes Jahr", so Kaltenborn im 'ORF'. "Wir haben gesehen, dass es dann viel besser läuft als wir gedacht haben. Wir hatten erwartet, das noch viel mehr von hinten kommen", so die Teamchefin.

Doch sowohl Nasr als auch Ericsson hielten ihre Gegner auf Distanz. Der Schwede konnte kurz vor Schluss auch noch an Rookie Carlos Sainz vorbeigehen: "Die beiden Fahrer haben das wirklich ganz toll gemacht - auch das Überholen am Schluss von Marcus. Ich bin wirklich sehr stolz auf die gesamte Mannschaft. Besser hätten wir es nicht machen können", strahlt Kaltenborn. Durch die Platzierung beider Fahrer in den Top 10 liegt Sauber jetzt sogar auf Platz drei in der Konstrukteurswertung.

Erster Schwede in den Punkten seit 1989

Mit Ericsson als Achtplatziertem ist es auch erstmals seit 1989 einem Schweden wieder gelungen in die Punkte zu fahren. Damals fuhr Stefan Johansson in Portugal von Platz zwölf auf das Treppchen. Entsprechend stolz zeigte sich Ericsson auch: "Es war ein großes Ziel, das wir erreicht haben, deswegen bin ich sehr glücklich. Ich denke, wir hatten eine tolle Pace." Trotzdem ist der 22-Jährige nicht ganz zufrieden mit seinem Wochenende: "Ich hatte Pech im Freien Training. Nach zehn Runden brach meine Aufhängung und dann hatte ich gestern im dritten Freien Training Probleme mit der Bremse."

"Ich denke, das hat mich auch im Qualifying aufgehalten", so der Schwede. "Ich war auch nicht sehr glücklich, in Q1 bereits raus zu fliegen. Aber ich denke, heute habe ich das mit einem guten Rennen und ein paar tollen Aktionen gegen Carlos wieder wettmachen können. Wir sind in den Punkten und das ist dort, wo wir auch versuchen wollen zu sein. Ich denke, wir haben heute gezeigt, dass wir mit Toro Rosso und sogar Red Bull mithalten können. Die Pace war eigentlich auch gut genug, um Force India zu schlagen."


Großer Preis von Australien

"Aber wir hatten dann ein bisschen Pech mit den Boxenstopps und deswegen konnte ich nicht an Nico Hülkenberg vorbei. Aber wir sind im Mittelfeld und das ist genau wo wir sein wollen", erklärt Ericsson. "Es war ein Wochenende mit vielen Herausforderungen und es hatte seine Tiefen und jetzt zum Schluss seine Höhe", erklärt Kaltenborn. "Es ist eine tolle Motivation für das Team. Die Mannschaft hat sehr hart gearbeitet. Wir sahen schon im Winter, dass das Auto deutlich stärker ist."

"Wir haben also so viele Punkte wie noch nie geholt." Monisha Kaltenborn

"Wir wissen aber auch, dass wir noch einen langen Weg zu gehen haben. Aber so mit dem Auto in die Saison zu starten ist natürlich fantastisch", so Kaltenborn. "Ich denke, alles in allem können wir zufrieden sein. Wir haben beide Autos in den Punkten, das ist ein toller Start in die Saison", zieht Ericsson sein Fazit. "Wir waren zwar schon mal von den Einzelergebnissen her besser und einmal waren wir, ich glaube, sogar auf Platz vier und sechs, aber damals war es noch ein anderes Punktesystem. Wir haben also so viele Punkte wie noch nie geholt", freut sich Kaltenborn.

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