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Saison beendet: Glock sagt Abu Dhabi ab

Toyota-Pilot Timo Glock wird auch beim Saisonfinale in Abu Dhabi fehlen: "Die Vernunft sagt mir, dass ich warten sollte"

(Motorsport-Total.com) - Für Timo Glock ist die Formel-1-Saison 2009 bereits beendet. Der Wersauer hat in den vergangenen Wochen zwar erhebliche Fortschritte bei seiner Genesung gemacht, aber das Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten kommt für den "Kampfdackel" ein paar Tage zu früh. "Es ist unfassbar schade", sagt der 27-Jährige, der sich bei einem Unfall im Qualifying von Suzuka am Bein und an den Brustwirbeln verletzt hatte.

Timo Glock

Kein Start in Abu Dhabi: Für Timo Glock ist die Saison vorzeitig beendet Zoom

"Wir haben uns mit den Ärzten in der Sportklinik Bad Nauheim beraten. Sie haben mir gesagt, dass es nach wie vor ein gewisses Risiko gäbe, wenn ich nochmal irgendwo einschlage", berichtet Glock, der in wenigen Wochen über sein zukünftiges Team in der Formel 1 entscheiden wird. "Es gibt Momente, da muss sich selbst bei Rennfahrern mal die Vernunft durchsetzen", so der Hesse weiter.#w1#

"Die Entscheidung ist mir extrem schwer gefallen. Gerade auf dieser gigantischen neuen Strecke in Abu Dhabi wollte ich unbedingt fahren. Aber was bringt das, wenn ich mir womöglich durch einen dummen Zwischenfall die Zukunft verbaue? In drei oder vier Wochen wäre ich ganz sicher wieder soweit, aber jetzt geht es eben noch nicht", sagt der enttäuschte Wersauer, der täglich in Bad Nauheim konsequent an seiner Fitness arbeitet.

Glock wird bei Toyota - wie schon in Brasilien - durch Nachwuchspilot Kamui Kobayashi vertreten. "Ich wünsche ihm ein tolles Ergebnis und drücke dem Team die Daumen", so der deutsche Formel-1-Pilot, der nach Abu Dhabi reisen wird, um seine Mannschaft zu unterstützen. "Ich will einfach beim Team sein", so Glock, "und außerdem will ich das Rennen im Porsche-Supercup aus nächster Nähe verfolgen, wo mit Thomas Jäger und Khaled Al Qubaisi gleich zwei Fahrer von tolimit betreut werden."

Für Kobayashi, der als möglicher Stammpilot 2010 gehandelt wird, ergibt sich somit eine weitere Bewährungschance: "Timo hat zwei erstklassige Podestplätze in diesem Jahr herausgefahren", sagt Teampräsident John Howett. "Es ist schade, dass seine Saison nun so endet. In Gesprächen mit Timo, seinem Management und den Ärzten haben wir entschieden, dass wir sicherheitshalber lieber Kamui ins Auto setzen. Kamui hat in Brasilien unter schwierigen Umständen eine gute Leistung gezeigt. Nun darf er sich noch einmal bewähren."

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