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Sainz: Was Ferrari nach dem Doppel-Aus in Baku von Red Bull lernen kann

Wie Ferrari-Fahrer Carlos Sainz mit der Enttäuschung aus Baku umgeht und wie sein Team auf die technischen Probleme in der Formel 1 reagieren muss

(Motorsport-Total.com) - "Das gehört dazu", meint Carlos Sainz nach dem Grand Prix von Aserbaidschan 2022 in Baku. Doch auf die leichte Schulter nimmt er das Doppelaus bei Ferrari nicht. Denn sowohl er als auch Charles Leclerc sind beim achten Formel-1-Saisonrennen mit technischen Problemen ausgefallen. Für Sainz war es bereits der dritte "Nuller" in diesem Jahr.

Carlos Sainz im Ferrari F1-75 in Baku 2022

Carlos Sainz im Ferrari F1-75 in Baku 2022: Ins Ziel kam er im Rennen nicht Zoom

"Natürlich ist das auf persönlicher Ebene frustrierend. Sehr frustrierend sogar. Denn da ist es unheimlich schwierig, irgendeinen Schwung aufzunehmen", erklärt der Ferrari-Fahrer.

Es bringe aber nichts, deshalb in Panik auszubrechen. "Wir müssen jetzt einfach die Ruhe bewahren, weiter zusammenstehen und entsprechend reagieren", sagt Sainz. "Und: "Wir lernen aus diesen Fehlern."

Wie viele Pannen sich Ferrari noch leisten kann

Das muss Ferrari auch tun, schließlich ist dem Team in Baku wichtige Streckenzeit entgangen: Sainz stand bereits nach acht Runden, Leclerc war noch vor Rennhälfte ebenfalls raus. "Da fehlen dir 40, 50 Runden im Auto, in denen du etwas lernen könntest", meint Sainz. "Ist aber leider so."

Ob sich Ferrari noch mehr dieser "kleinen Schwierigkeiten", so formuliert es Sainz, leisten kann? Antwort: "Kommt ganz darauf an, wie viel bei Red Bull noch passiert! Wenn Red Bull noch fünf Mal ausfällt, dann können wir auch noch ein paar Mal ausfallen. Nein, ich scherze nur!"


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"Das Ziel ist natürlich, keine Ausfälle mehr zu haben. Das ist immer das Ziel. Die Probleme kommen nur meistens unerwartet. Wenn das nicht so wäre, dann wären wie Hellseher und könnten die Zukunft vorhersagen. Also: Es kann passieren."

Ist Ferrari als Team reif für eine WM?

Inwiefern die jüngsten Umstrukturierungen und internen Neubesetzungen dabei eine Rolle spielen könnten, dazu will sich Sainz nicht äußern. Er glaubt: Ferrari als Team sei stark genug besetzt, um dieses Jahr eine Titelchance zu haben.

"Und es stimmt: Wir stehen Weltmeistern gegenüber. Aber auch Red Bull ist in Bahrain mit beiden Autos nicht über die Distanz gekommen. Wie jetzt bei uns [in Baku]. Das zeigt: Bei 22 Rennen kommen solche Dinge hin und wieder vor. Du musst nur daraus lernen und es für die Zukunft ausschließen. Red Bull scheint seine Probleme ja gelöst zu haben."

Deshalb sei es aus Sainz' Sicht auch gar nicht schlecht, bereits am Wochenende wieder einen neuen Grand Prix bestreiten zu müssen: "Mir ist es lieber, es geht direkt ins nächste Rennwochenende. Denn ich bin mir sicher, das Team hat genug Zeit, um die Fehlerquelle zu finden und für Kanada darauf zu reagieren."

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