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Rossi: Manor-Cockpit für 2016er-Saison abgelehnt

Alexander Rossi lehnt Manor-Cockpit 2016 ab - "Ich habe die Möglichkeit, 2017 in der IndyCar als auch in Formel 1 zu fahren," taktiert der Rennfahrer für 2017 zweigleisig

(Motorsport-Total.com) - Manor-Reservefahrer und Indianapolis-500-Sieger Alexander Rossi befindet sich derzeit in Vertragsverhandlungen für die Saison 2017 und scheint dabei sicherheitshalber zweigleisig zu fahren. Beim IndyCar-Team Herta/Andretti Autosport unterzeichnete der US-Amerikaner im Februar zunächst einen Ein-Jahres-Vertrag und gewann im Mai überraschend die 100. Auflage des legendären Indy 500.

Alexander Rossi

Alexander Rossi fährt bei seinen Vertragsoptionen 2017 lieber zweigleisig Zoom

"Ich habe die Möglichkeit, 2017 in der IndyCar als auch in Formel 1 zu fahren," verrät Rossi gegenüber 'Autosport'. "Es gab Gespräche um ein Cockpit bei Manor. Ich wurde zudem von einem anderen interessanten Formel-1-Team angesprochen," erzählt der 24-Jährige. Mit welchem zweiten Formel-1-Team sein Management derzeit verhandle, wollte der Rennfahrer aber lieber noch nicht öffentlich machen.

"Es gibt weiter Möglichkeiten in der Indy-Car-Serie, was ich derzeit noch nicht genauer verraten kann. Aber ich kann sagen, dass Andretti und ich eine tolle Zusammenarbeit haben. Jeder im Team glaubt an eine längerfristige Zusammenarbeit. Es gibt da ein Gefühl der Loyalität gegenüber Michael Andretti sowie gegenüber seinem Team und Honda," zeigt sich der Kalifornier treu gegenüber seinem aktuellen Arbeitgeber.

Rossi weiter "in ständiger Kommunikation mit Manor"

Dank seiner Formel-1-Tätigkeit als Manor-Reservefahrer wurde Rossi in Ungarn das Cockpit von Rio Haryanto für die restliche Saison 2016 angeboten. Der Indonesier kam den vertraglichen Verpflichtungen nicht nach, die zugesicherten Sponsorengelder rechtzeitig an den Rennstall zu bezahlen. Zwar hat Haryanto mittlerweile eine neue Gradenfrist bis zum Grand Prix von Belgien Ende August gesetzt bekommen, Manor schaut sich dennoch nach passenden Alternativen um - auch mit Blick auf 2017.


Alex Rossis Leben nach dem Indy-500-Sieg

Rookie Alexander Rossi holte sich überraschend den Sieg beim 100. Indy-500-Rennen. Das Leben des US-Amerikaners hat sich danach stark verändert Weitere Formelsport-Videos

Da die letzten drei IndyCar-Rennen terminlich mit den Formel-1-Rennen kollidieren, entschied sich der Indy-Car-Pilot gegen das 2016er-Cockpit im Manor und für seinen laufenden Vertrag im US-Motorsport. Dennoch sei Rossi und sein Management weiter "in ständiger Kommunikation mit Manor", sodass ein Wechsel im kommenden Jahr nicht ausgeschlossen werde. Manor hat seine Fahrerpaarung für 2017 bisher offiziell noch nicht bekanntgegeben.


Fotostrecke: Victory-Tour mit Alexander Rossi

"Wir haben es sorgfältig durchdacht, aber lehnten das Cockpit aufgrund meines Indy-Car-Vertrages ab," erklärt Rossi zum 2016er-Angebot. "Ich habe eine wirklich gute Beziehung zu Manor, da gibt es also keine Verstimmungen," stellt der US-Amerikaner vorsorglich klar. Eine generelle Absage an die Motorsport-Königsklasse sei dies daher nicht. Der Rennfahrer habe beste Erinnerungen an das vergangene Jahr: "Letzte Saison konnte ich einen Teil der Formel-1-Saison fahren, was sehr erfolgreich lief," schwärmt der 24-Jährige.

Ocon statt Rossi für Haryanto?

"Ich habe die meiste Zeit meiner Karriere für die Formel 1 investiert und würde das gerne fortsetzen." Alexander Rossi

Neben seinem damaligen GP2-Engagement fuhr Rossi Ende 2015 fünf Mal für das Manor-Team in der Motorsport-Königsklasse. "Ich habe die meiste Zeit meiner Karriere für die Formel 1 investiert und würde das gerne fortsetzen. Aber wie ich das ganze Jahr gesagt habe, muss ein Formel-1-Deal richtig zu mir passen," sucht Rossi Verständnis für seine Manor-Absage.

Neben Rossi gilt auch Renault-Reservefahrer Esteban Ocon als (heißer) Manor-Kandidat, sollte Haryanto über die Sommerpause die erforderlichen Sponsorengelder nicht rechtzeitig auftreiben können. Im Fahrerlager kursiert eine Summe in Höhe von sieben Millionen Euro, die der Indonesier dem Manor-Team schuldig sei, um als Paydriver die restlichen Saisonrennen in der Motorsport-Königsklasse fahren zu dürfen.

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