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Ross Brawn: "Nicht einfach, wenn du den Namen Schumacher trägst"

Das lang ersehnte Formel-1-Debüt von Mick Schumacher ist fix: Beim Grand Prix der Eifel Anfang Oktober wird er das erste Freie Training im Alfa Romeo sitzen

(Motorsport-Total.com) - Formel-2-Pilot Mick Schumacher steht kurz vor seinem Debüt in der Königsklasse: Wenn die Formel 1 vom 9. bis 11. Oktober am Nürburgring in der Eifel gastiert, wird der Sohn von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher das erste Freie Training am Freitag im Alfa Romeo von Antonio Giovinazzi bestreiten.

Mick Schumacher

Mick Schumacher erhält in der Eifel seine erste Chance in der Formel 1 Zoom

"Ich bin überglücklich, diese Chance im Freien Training zu bekommen. Die Tatsache, dass meine erste Teilnahme an einem Formel-1-Wochenende vor meinem Heimpublikum auf dem Nürburgring stattfindet, macht diesen Moment noch spezieller", so Schumacher.

"Ich möchte Alfa Romeo und der Ferrari-Driver-Academy dafür danken, dass ich anderthalb Jahre nach unserer gemeinsamen Testfahrt in Bahrain noch einmal Formel-1-Luft schnuppern darf. Für die nächsten zehn Tage werde ich mich gut vorbereiten, damit ich die bestmögliche Arbeit für das Team leisten und einige wertvolle Daten für das Wochenende gewinnen kann."

Alfa-Romeo-Teamchef Fred Vasseur schwärmt: "Es besteht kein Zweifel, dass Mick eines der großen Talente ist, seine jüngsten Ergebnisse haben das gezeigt. Er ist offensichtlich schnell, aber er ist auch beständig und reif - alles Kennzeichen eines Champions in der Entstehung. Wir freuen uns auf eine erneute Zusammenarbeit."

Brawn: Name Schumacher bringt "auch Vorteile"

Auch Formel-1-Sportchef Ross Brawn ist glücklich darüber, den Sohn seines früheren Starfahrers Michael Schumacher in der Königsklasse sehen zu dürfen. Denn Schumachers Chancen, 2021 als Stammfahrer verpflichtet zu werden, sind zuletzt enorm gestiegen. Das analysieren Christian Nimmervoll und Stefan Ehlen aktuell im Letzte-Nacht-Video auf den YouTube-Kanälen von Motorsport-Total.com & Formel1.de.

"Es ist nicht einfach, wenn du den Namen Schumacher trägst", schreibt Brawn auf 'Formula1.com'. "Es bringt dir auch Vorteile, aber du stehst die ganze Zeit unter Beobachtung. Mick hat das erstaunlich gut hinbekommen."


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"In der zweiten Saisonhälfte seines zweiten Formel-2-Jahres haben wir erlebt, wie er gereift ist und sich als Rennfahrer extrem positiv entwickelt hat. Russland war ein exzellentes Wochenende für ihn, und ich bin sehr optimistisch, was seine Zukunft betrifft."

Da die Formel 2 in Deutschland nicht im Rahmenprogramm fährt, kann sich der 21-Jährige ganz auf sein Formel-1-Debüt konzentrieren. Und damit ist er am Nürburgring nicht allein, denn auch Schumachers Formel-2-Kollege Callum Ilott wird dort in einem aktuellen Formel-1-Boliden sitzen. Er fährt das erste Freie Training anstelle von Romain Grosjean im Haas.

Beide kämpfen in der aktuellen Formel-2-Saison gegeneinander um den Titel. Schumacher führt vier Rennen vor Schluss mit 22 Punkten Vorsprung auf Ilott. In Sotschi gewann der Deutsche am Wochenende das Hauptrennen und wurde Dritter im Sprintrennen.

Vorabtest im Ferrari SF71H am Mittwoch in Fiorano

Sowohl Schumacher als auch Ilott sind schon einmal in einem Formel-1-Auto gefahren: Der Engländer absolvierte 41 Runden (191 Kilometer) am Steuer eines Alfa Romeo C38 beim Test in Barcelona. In Bahrain testete Schumacher vergangenes Jahr an zwei Tagen und drehte 126 Runden (682 Kilometer). Am ersten Tag fuhr er einen Ferrari SF90, danach einen Alfa Romeo C38.


Fotostrecke: Mick Schumacher: Sein Weg in die Formel 1

In Vorbereitung auf ihr Formel-1-Debüt in der Eifel werden die Nachwuchsfahrer diesen Mittwoch auf der Rennstrecke von Fiorano am Steuer eines SF71H testen, dem Formel-1-Auto, mit dem die Scuderia Ferrari in der Saison 2018 antrat. Dann ist mit Robert Schwarzman ein dritter Ferrari-Junior mit an Bord.

Der Teamkollege von Schumacher bekommt in diesem Jahr ebenfalls seine Chance in der Formel 1. Er ist für den letzten Trainingsfreitag der Saison 2020 in Abu Dhabi eingeplant. Für ihn wird es das erste Mal überhaupt am Steuer eines Formel-1-Autos sein. In welchem Team, das ist noch nicht festgelegt.

Laurent Mekies, Direktor der Ferrari-Driver-Academy, erklärt: "Wir wollten diese Testsession so organisieren, dass unsere drei besten Schüler so gut wie möglich vorbereitet sind, ein Ereignis in Angriff zu nehmen, das für sie immer ein besonderer Moment sein wird. Es wird eine Chance sein, sich mit einem Formel-1-Auto vertraut zu machen, das viel komplizierter ist als das Auto, das sie kennen."

"Ich möchte Haas und Alfa Romeo dafür danken, dass sie Callum, Mick und Robert diese Gelegenheit bieten. Wir glauben fest an unsere Akademie, die ihren Wert bereits unter Beweis gestellt hat, mit Charles Leclerc, einem Fahrer, auf dem die Scuderia ihre langfristige Zukunft aufbauen kann", sagt Mekies weiter.