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Rosberg will 2006 keine Zeitungen mehr lesen

Bisher war Nico Rosberg immer stolz, wenn über ihn berichtet wurde, doch das Lesen von Magazinen und Zeitungen will er sich dieses Jahr abgewöhnen

(Motorsport-Total.com) - Wenn über junge Rennfahrer berichtet wird, sind diese in der Regel recht dankbar dafür, weil ihnen Medienpräsenz für die Sponsorensuche gelegen kommt. In den vergangenen Jahren war das für Neo-Williams-Pilot Nico Rosberg nicht anders, doch 2006 will sich der Weltmeistersohn das Lesen von Magazinen und Zeitungen abgewöhnen.

Nico Rosberg

Nico Rosberg will sich Kritik aus den Medien nicht zu sehr zu Herzen nehmen

"In letzter Zeit gab es viele Artikel über mich, die ich alle sehr gerne gelesen habe. Ich bin auch stolz darauf", erklärte er gegenüber 'autosport.com'. "Vielleicht ist es aber besser, wenn ich damit aufhöre, denn es wird ab und zu Kritik geben. Es ist besser, wenn ich das nicht lese, denn ich denke viel darüber nach, was über mich geschrieben wird. Ich werde wütend, wenn es nichts Gutes ist, und frage mich, warum jemand so einen Blödsinn schreibt."#w1#

Er habe zwar prinzipiell kein Problem mit Kritik, "aber es hängt immer davon ab, von wem sie kommt", so der 20-Jährige: "Von jemandem im Team, wie zum Beispiel Sam (Michael; Anm. d. Red.) oder meinen Ingenieuren, akzeptiere ich Kritik. Auch von meinem Vater. Manchmal ist es aber schwierig, von meinem Vater Ratschläge anzunehmen, denn da kommen so viele. Das ist gar nicht einfach."

In diesem Zusammenhang verriet Rosberg auch, dass er es als eine seiner Stärken einschätzt, sich konstruktive Kritik zu Herzen zu nehmen und in etwas Positives umzuwandeln. Aber: "Wenn ich von den Medien kritisiert werde, macht es mir nichts aus, wenn es stimmt, aber meiner Meinung nach stimmt es meistens nicht. Dann wird es schwierig, daraus etwas Positives für sich selbst abzuleiten", fügte er abschließend an.