Rosberg: "Malaysia war ernüchternd"

Nico Rosberg hat die Enttäuschung über die Mercedes-Teamorder in Sepang abgehakt und freut sich auf die Rückkehr an den Ort seines ersten Grand-Prix-Sieges

(Motorsport-Total.com) - Für Nico Rosberg geht es an diesem Wochenende zurück an den Ort seines ersten und bisher einzigen Grand-Prix-Sieges. Auf dem Shanghai International Circuit in China will der Mercedes-Pilot nicht nur die Erinnerungen an das Rennen vor zwölf Monaten wiederaufleben lassen, sondern gleichzeitig die Erinnerungen an den zurückliegenden Grand Prix von Malaysia und die dortige Stallorder von Mercedes vergessen machen.

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Nico Rosberg will die Geschehnisse aus Malaysia vergessen machen Zoom

Auf seine Rückkehr nach Schanghai freut sich Rosberg schon sehr. "Das waren ganz tolle Momente. Dies mit dem Team, den Freunden und der Familie zu teilen, ist einmalig", rekapituliert der Deutsche im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'dpa' seinen ersten Formel-1-Sieg und fügt hinzu: "Das vergisst man nicht und macht Hunger auf mehr. Darum ist man Rennfahrer."

"Ich hoffe, dass wir alle zusammen das möglichst bald erneut erleben dürfen. Alle Leute in Brixworth und Brackley haben sehr hart über den Winter dafür gearbeitet", setzt der Mercedes-Pilot fort und fasst den guten Start des gesamten Teams in die Saison 2013 in Worte: "Wir haben wirklich viel aufgeholt zu den Schnellsten. Auf Red Bull hat in Malaysia nicht mehr viel gefehlt. Jetzt müssen wir am Ball bleiben."

Im Hinblick auf die Stallorder beim Grand Prix von Malaysia, im Zuge derer Rosberg seinen auf Platz drei liegenden Teamkollegen Lewis Hamilton nicht mehr angreifen durfte, findet der Routinier im Mercedes-Team klare Worte: "Malaysia war ernüchternd für mich in jeder Hinsicht, aber das ist jetzt abgehakt. Wir haben das intern durchdiskutiert und geklärt. Außerdem habe ich im Laufe der Jahre gelernt, Rückschläge schnell wegzustecken. Das hilft im Sport, weil es da immer wieder Rückschläge gibt."

Eine Prognose für den Ausgang des Grand Prix von China 2013 will der Vorjahressieger noch nicht abgeben. "Wir müssen wie immer abwarten. Es kann viel passieren, da die Situation wieder eine sehr andere sein wird als zuletzt in Malaysia. Das ist ja irgendwie auch das Spannende", sagt Rosberg und lässt keinen Zweifel an seiner Motivation: "Ich bin richtig kämpferisch gestimmt vor dem China-Rennen."