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Ron Dennis offiziell bei McLaren gestürzt

Ron Dennis wird nach 35 Jahren an der Spitze von McLaren von seinen Aufgaben als Geschäftsführer entbunden, er bleibt aber Teilhaber und im Vorstand

(Motorsport-Total.com) - Die Schlammschlacht bei McLaren ist zu Ende: Ron Dennis hat den Machtkampf in der McLaren-Gruppe verloren und wird als Geschäftsführer abgesetzt. Er hat die McLaren-Geschicke 36 Jahre lang geleitet. Bis zum Ende seines Vertrags im Januar 2017 wird er in den bezahlten Urlaub geschickt. Eigentlich hätte Dennis schon Anfang November seinen Posten räumen sollen. Er bleibt Teil des Vorstands und behält seine Anteile an der McLaren-Gruppe und an der Sportwagen-Division McLaren Automotive.

Ron Dennis © xpbimages.com
Ron Dennis ist nicht mehr Geschäftsführer bei McLaren

Der Brite kämpfte gegen seine Entmachtung bis zuletzt juristisch an und schaltete sogar das Oberste Gericht in London ein. Letztlich konnte er sich aber gegen die Anteilseigner Mansour Ojjeh von TAG (25 Prozent) und die Bahrain Mumtalakat Holding Company (50 Prozent) nicht durchsetzen. Im Vorstand von McLaren kommt es nun zu einer interessanten Konstellation: Dort sitzt er künftig gleichberechtigt mit seinen Entmachtern. (Alle Hintergründe zum McLaren-Machtkampf)

Trotzdem ist es ein schwerer Schlag für den 69-Jährigen. Er macht in der offiziellen Pressemitteilung keinen Hehl daraus, was er von der Entscheidung hält: "Ich bin enttäuscht, dass die Vertreter von TAG und Mumtalakat so entschieden haben. Sie haben sich entschlossen, mich trotz strenger Warnungen des restlichen Vorstandes zu beurlauben. Die Gründe, die sie nennen, sind komplett fadenscheinig."

Weiter heißt es: "Mein Management-Stil ist derselbe wie immer. Er hat es ermöglicht, dass McLaren ein Unternehmen geworden ist, das 20 Formel-1-Weltmeisterschaften gewonnen hat und 850 Millionen Pfund (1,16 Milliarden Euro) Umsatz pro Jahr macht. Aber letztlich ist mir klar geworden, dass weder TAG noch Mumtalakat meine Vision für McLaren teilen. Meine größte Sorge bleibt das von mir aufgebaute Unternehmen mit seinen 3.500 Mitarbeitern."


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Dennis kündigt außerdem an, seine Position im Vorstand dazu zu nutzen, "die Interessen und die Werte von McLaren zu verteidigen". Er plant darüber hinaus, 2017 einen eigenen technologisch fokussierten Investmentfonds aufzulegen.

Dennis gehört in der Formel 1 zu den absoluten Urgesteinen und war von 1981 an Teamchef des Formel-1-Teams, das mittlerweile Teil der McLaren-Gruppe ist. Er trug schon in seinen ersten Jahren maßgeblich zum Erfolg des Teams bei, holte Fahrer wie Alain Prost und Ayrton Senna und formte später eine erfolgreiche Partnerschaft mit Mercedes. Er gilt als Ziehvater Lewis Hamiltons. Im Zuge der Spionage-Affäre trat er 2009 als Teamchef bei McLaren zurück. Seit 2014 ist er wieder verstärkt im Formel-1-Team involviert.

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