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  • 21.11.2011 · 13:52

RoC inside: Auf dem Beifahrersitz von Andy Priaulx

Preisausschreiben-Gewinner Norbert Volberg erinnert sich an das Race of Champions 2010, als er als Beifahrer von Andy Priaulx im Halbfinale mittendrin statt nur dabei war

(Motorsport-Total.com) - Wenn die Motorsport-Saison eigentlich schon gelaufen ist, treffen sich die Besten der Besten jährlich zum Race of Champions (RoC), wo der Champion der Champions ermittelt wird. 2010 fand der Event zum ersten Mal in Düsseldorf statt - und dieses Jahr wieder. Und einige wenige werden das Glück haben, das Rennen mittendrin statt nur dabei mitzuerleben.

Norbert Volberg

Leser Norbert Volberg fiebert seiner Fahrt mit dem Audi R8 LMS entgegen Zoom

Genau wie Leser Norbert Volberg (50), der 2010 an einem Preisausschreiben des Rheinboten Düsseldorf teilnahm und tatsächlich gewann - und zwar nicht nur Tribünenkarten für das RoC in der Esprit-Arena, sondern auch eine Beifahrer-Mitfahrt mit einem der Superstars. Denn beim RoC müssen die Beifahrer nicht mit einer Renntaxi-Fahrt Vorlieb nehmen, wie sie auch anderswo oft verlost werden, sondern sie sitzen beim eigentlichen Wettbewerb im Cockpit!

Ohne Vorbereitung geht nichts

Herr Volberg sah sich die ersten Läufe zunächst noch von der Tribüne an, ehe er in die Katakomben gerufen wurde, um sich auf seinen großen Moment vorzubereiten. "Wir kamen da an, auch noch fünf, sechs andere Leute, die bei einem Gewinnspiel gewonnen hatten", erinnert er sich. "Dann wurde eingeteilt, um wie viel Uhr man mitfahren darf. Ich war so gegen 15:00 Uhr dran. Dann ging man runter ins Fahrerlager, im unteren Bereich der Arena."

"Wir bekamen einen Rennanzug und wurden ein bisschen eingewiesen, mussten dann auch etwas unterschreiben, weil man eine Lizenz bekommt", sagt Herr Volberg. "Dann ging man zum Fahrerlager, wo die Autos standen, und da wurde die Einteilung vorgenommen. Erst war bei mir geplant, dass ich mit Michael Schumacher fahren darf, aber dann wurde der Plan nochmal geändert, weil jemand speziell mit ihm eine Fahrt gewonnen hatte."

¿pbvin|512|4201|race of champions|0|1pb¿Mit dem siebenfachen Formel-1-Weltmeister mitfahren zu dürfen, wäre natürlich ein Traum gewesen, aber Priaulx ist immerhin auch dreifacher Tourenwagen-Weltmeister. "Er saß schon drin im Auto", schildert der 50-Jährige seine erste Begegnung mit Priaulx, als er in den Audi R8 LMS eingestiegen ist. "Man hat mich zum Wagen geleitet und angeschnallt, damit man da auch richtig drinsitzt. Dann haben wir uns kurz begrüßt."

"Ich wusste am Anfang gar nicht, wer es jetzt war, und dann hat er sich kurz vorgestellt. Er war schon ein bisschen konzentriert auf den Start. Das war alles schon spannend, weil da schon ordentlich Gas gegeben wurde, bevor man in die Arena reinfuhr! Dann sind wir zum Start gefahren und warteten da", schildert er. "Das war eine ganz neue Erfahrung: wenig gepolstert und mit Überrollbügeln und dem ganzen Zeug ausgestattet."

Gegen Loeb knapp verloren

Wenige Sekunden vor dem Start ist die Spannung greifbar. Priaulx schaut voll konzentriert auf die Fahrbahn, daneben lässt Rallye-Superstar Sebastien Loeb den Motor ein paar Mal aufheulen. Und dann grünes Licht! "Die Strecke ist wie eine große Carrerabahn", sagt Herr Volberg. "Gas gehen - und schon wieder abbremsen! Die R8 sind ein bisschen schwer und groß für die Strecke, aber wenn er aufs Gas ging, wurde man trotzdem in den Sitz gedrückt."

Kein Wunder bei einem 5,2-Liter-Motor mit beeindruckenden 525 PS. So war der Spaß dann auch nach 1:10.644 Minuten vorbei - doch Loeb hatte für den Parcours nur 1:09.471 Minuten benötigt. Herr Volberg: "Ich musste erstmal nachfragen, ob wir gewonnen hatten, denn wir waren relativ knapp beisammen und dann kommt ja bei der Zieldurchfahrt auch noch diese Feuerfontäne. Ich habe also bei Andy Priaulx nachgefragt, aber er meinte dann, wir haben es leider nicht geschafft."


Fotos: RoC: Beifahrer bei Andy Priaulx


Dann geht alles ganz schnell: Aussteigen, noch ein paar Abschiedsworte, Rennanzug ausziehen. Aber das Besondere am RoC ist nicht nur das Geschehen auf der Rennstrecke. Da passiert es schon mal, dass man ganz unerwartet einer lebenden Legende begegnet: "Ich bin an Michael Schumacher vorbeigegangen, der gerade Interviews gegeben hat, und dann habe ich mich umgezogen."

"Für die Fahrer war eine Lounge eingerichtet, und da hat man sie hautnah gesehen. Man ging bei den Autos vorbei und war ganz nahe bei Vettel und Schumacher dran, die eine Fahrt vor uns dran waren. Den ganzen Ablauf mal kennenzulernen, diese ganze Hektik, die man da spürt, das war schon hochinteressant. Es war einfach ein sehr tolles Ereignis", erinnert sich der Motorsport-Fan an einen der aufregendsten Tage seines Lebens.

Familienfest der Superstars

Schumacher und Co. seien "sehr freundschaftlich miteinander umgegangen. Das ist für die ja alles ein großer Spaß. Klar wollen sie gewinnen, aber die ganze Geschichte wird nicht so ganz ernst genommen. Sie sprechen alle miteinander und gehen sehr freundschaftlich miteinander um. Mir kam es vor wie eine große Familie. Wenn sie gegeneinander fahren, schenken sie sich nichts, weil jeder gewinnen will, aber ich habe es empfunden wie ein Familientreffen."

Norbert Volberg im Audi R8 LMS

Am Start: Andy Priaulx verlor sein Duell mit Sebastien Loeb um eine Sekunde Zoom

Herr Volberg saß schon mittags auf der Tribüne und sah live den Unfall von Heikki Kovalainen, der seinen R8 in der Bande crashte, ausgerechnet mit seiner Freundin am Nebensitz. "Da hat man schon überlegt: Ist das eigentlich so wichtig? Natürlich ist man aufgeregt", gibt er zu, bereut aber nicht, dass er mitgemacht hat: "Der Moment, wo man ins Auto eingestiegen ist und festgeschnallt wurde, sich gefragt hat, was passiert jetzt? Das war natürlich sehr spannend."

"Wir saßen davor ja auch schon in einer VIP-Lounge, wo wir Kai Ebel und Mola Adebesi gesehen haben", berichtet er. Auf der Tribüne "konnte ich die ganzen Eindrücke von oben sammeln, und als ich dann unten rausfuhr, war es umgekehrt, da habe ich von der Strecke auf die Ränge geguckt. Die Atmosphäre war schon beeindruckend, auch die Geräuschkulisse."

Und was würden Sie den Gewinnern des diesjährigen Preisausschreibens raten, Herr Volberg? "Er soll sich das von oben anschauen, damit er da schon einen Eindruck bekommt, und dann einfach alle Eindrücke gut aufnehmen", empfiehlt er.

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